Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wirtschaft lokal IG Bau fordert 2900 neue Wohnungen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft lokal IG Bau fordert 2900 neue Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:50 28.05.2015
Nach Ansicht der Industriegewerkschaft IG Bau wird zu selten im Landkreis Wohnungsbau betrieben. Quelle: pr.

Landkreis. Damit fallen nach und nach immer mehr Wohnungen weg. Gleichzeitig kommen mehr Zuwanderer zu uns“, sagt Hinrich Witte, Bezirksvorsitzender der IG BAU Niedersachsen-Mitte.
Verschärft werde die Wohnungsnot dadurch, dass es einen starken Trend zu Ein-Personen-Haushalten gebe, so der Interessenvertreter. „All das lässt den Bedarf an neuem Wohnraum im Kreis Schaumburg steigen“, betont Witte.

Die Gewerkschaft geht davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren fast 2900 Wohnungen gebaut werden müssen. Witte verweist auf eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Den Zahlen zufolge müssen bereits in diesem Jahr etwa 530 Wohnungen im Landkreis gebaut werden.

Die IG Bau macht sich dafür stark, dass insbesondere „bezahlbarer Wohnraum“ geschaffen wird. „Wir brauchen in Schaumburg mehr Wohnungen für Normal- und Geringverdiener. Außerdem gibt es einen enormen Mangel an altersgerechten Wohnungen. Auch das Angebot bei Sozialwohnungen ist schon seit Langem mehr als dürftig“, kritisiert Witte die derzeitigen Zustände. Selbst diejenigen, die einen Wohnberechtigungsschein besitzen, haben oftmals keine Chance, tatsächlich eine entsprechende Wohnung zu bekommen. In diesem Segment spitze sich die Situation durch die verstärkte Aufnahme von Asylbewerbern zu.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hatte in seiner aktuellen Studie den Wohnungsmarkt, die Bevölkerungsentwicklung und die Alterung der Wohngebäude ermittelt. Zudem flossen weitere Daten aus anderen Bereichen in die Erhebung ein. „Mit dieser Studie liegen die Fakten auf dem Tisch. Für den Neubau bezahlbarer Wohnungen im Kreis Schaumburg müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Dafür brauchen wir auch mehr steuerliche Anreize und weniger Bürokratie rund um den Bau“, hob Witte hervor. r, bes