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Landkreis / Landwirtschaft Im Durchschnitt durchschnittlich

Komplett begeistert sind Landwirte erfahrungsgemäß nie von den unplanbaren Variablen, die ihre Ernten beeinflussen. Dass das Wetter „genau richtig“ sei, hört man von ihnen selten.

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Die Weizen-Ernte hat begonnen – vor dem angekündigten Regen laufen die Mähdrescher auf Hochtouren. © lmh

Landkreis (lmh). Trotz der teilweise arg ungewöhnlichen Witterungsbedingungen im Jahr 2011 – ein extrem warmes und trockenes Frühjahr, gefolgt von einem nassen, kühlen Sommer – zeigte sich Kreislandwirt Heinz Schweer gestern im Großen und Ganzen zufrieden mit der Ernte in Schaumburg.

„Im Durchschnitt werden wir mit der Ernte einem durchschnittlichen Jahr entsprechen“, lautete Schweers vorläufige Bilanz. „Was auffällt, ist allerdings die sehr weite Spanne der Erträge.“ Nicht nur lokal gebe es große Unterschiede im Kreis, selbst innerhalb der Orte variierten die Erträge teilweise von einem Feld zum anderen fatal.

Überall da, wo der Boden das Wasser nicht gut halten könne, habe es deutlich niedrigere Kornmengen gegeben. Dies sei beispielsweise an Hanglagen der Fall, wo weniger Krume – das heißt: Ackerboden – vorhanden sei. „Vor allem im Auetal ist die Wasserhaltung nicht so hoch, da gibt es deutlich niedrigere Erträge“, sagte der Kreislandwirt.

„Der Nordkreis und auch der Bereich Stadthagen/Bückeburg schneiden dagegen gut ab, eben weil die Wasserspeicherfähigkeit der Böden dort mehr gegeben ist.“ Des Weiteren seien auch die Regenfälle innerhalb Schaumburgs lokal sehr unterschiedlich ausgefallen, erinnerte der Kreislandwirt. Besonders bemerkbar mache sich das bei der Rapsernte. „Da variieren die Erträge zwischen 30 und 50 Doppelzentnern pro Hektar.“ Auch bei der Gerste hätten er und seine Kollegen teilweise bis zu 85 Doppelzentner pro Hektar ernten können, andernorts dagegen nur 50 bis 60.

Ein präzises Urteil über die Qualität der Ernte kann der Experte noch nicht abgeben. „Mehr als 50 Prozent des Getreides auf den Flächen dieser Region sind Weizen.“ Dieser werde erst seit ein paar Tagen eingeholt, Laboruntersuchungen auf den Gehalt der Körner, beispielsweise an Proteinen, hätten noch nicht stattgefunden. „Auf guten Böden sieht es aber gut bis sehr gut aus“, so Schweer. Beim Mais, der je nach Sorte von Ende September bis Anfang November geerntet wird, seien die Aussichten ebenfalls je nach Bodenbeschaffenheit sehr durchwachsen. „Der Entwicklungsstand ist aber tendenziell besser als im Vorjahr“, lautete die Beobachtung des Kreislandwirts.

Für die kommenden Tage wünschen sich die Landwirte vor allem trockenes Wetter. „Jetzt ist wieder Regen angesagt, das bedeutet für uns eine Unterbrechung für fünf bis sechs Tage“, so Schweer gestern. So viel Weizen wie möglich müsse vorher eingeholt werden – „denn jetzt ist das Wetter genau richtig.“

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