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Internet-Portal will mündigen Patienten stärken

Landkreis / Zahnärzte Internet-Portal will mündigen Patienten stärken

Wer bei der AOK, der Barmer GEK oder der Techniker Krankenkasse versichert ist, kann ab sofort im Internet die Leistung seines Zahnarztes bewerten. Schaumburgs Zahnärzte sehen mit Gelassenheit, was nun auf sie zukommt. Ihre Haltung lässt sich in etwa so zusammenfassen: Den Zahnärzten wird das neue Angebot nicht schaden – den Patienten allerdings auch nicht allzu viel helfen.

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Künftig soll bei den Zahnarzt-Behandlungen mehr Transparenz gelten.

Quelle: pr.

Stadthagen (ab). Die 37 Millionen Versicherten von AOK, Barmer GEK und Techniker Krankenkasse können in Deutschland theoretisch 55 000 Zahnärzte benoten. Für die Registrierung auf den Internetseiten der Krankenkassen müssen sie ihre Versichertenkarte bereithalten. Es warten insgesamt 40 Fragen zu den Themen „Praxis und Personal“, „Arztkommunikation“, „Behandlung“ und „Gesamteindruck“ auf die Teilnehmer.

„Als positiv werte ich die Tatsache, dass das Portal keine wirtschaftlichen Interessen hat, werbefrei ist und zahnärztlicher Sachverstand mit eingeflossen ist“, sagt Frank Pfingsten, der in Bad Nenndorf eine Zahnarztpraxis betreibt. Pfingsten spielt darauf an, dass im Internet jede Menge undurchschaubare bis unseriöse Portale zu finden sind. Der Nenndorfer Zahnarzt hält für „sehr wichtig, dass die Bewertungen nur eine erste Hilfe sein können“. Kein Internet-Ranking, ergänzt er, „kann die freie Entscheidung eines Patienten ersetzen, zu welchem Arzt er gehen soll“.

Ein Problem sieht Pfingsten darin, dass zum Teil „weiche Kriterien“ abgefragt werden. „Zahnärzte, die auf eine Wohlfühlatmosphäre in der Praxis geringeren Wert legen als andere, könnten schlechter abschneiden, obwohl sie bessere Qualität liefern – und so dem Patienten langfristig mehr dienen.“ Das größte Problem macht er deswegen in der Rubrik „Behandlung“ aus. „Fachliche Kompetenz kann der Laie letztlich schlecht beurteilen“, sagt Pfingsten.

Die Bedenken, die der Nenndorfer Zahnarzt äußert, haben offensichtlich auch die Konstrukteure des Internet-Portals beschäftigt. Deswegen haben sie Sicherungen eingebaut. Die Antworten müssen angekreuzt werden, sodass der Patient keine längeren, möglicherweise den Arzt schmähenden Texte schreiben kann. Außerdem wird die Beurteilung erst dann veröffentlicht, wenn sich mehr als zehn Patienten geäußert haben.

Das Zahnärzte-Portal ergänzt das Ärzte-Portal, das AOK, Barmer GEK und Techniker Krankenkasse schon vor einem Jahr eröffnet haben. Es fußt auf der „Weißen Liste“, bei der Verbraucherschutzverbände und Bertelsmann Stiftung kooperieren. Nähere Informationen unter: www.aok-arztnavi.de; http://arztnavi.barmer-gek.de; www.tk.de/aerztefuehrer; www.weisse-liste.de/arzt

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