Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Irrtümer beim „Letzten Willen“ vermeiden

Stadthagen / Erbrechtstage Irrtümer beim „Letzten Willen“ vermeiden

Über Erbrecht, Irrtümer und Fallen rund um Testament und Vorsorgevollmacht hat Rechtsanwalt Gerhard Ruby bei den elften Schaumburger Erbrechtstagen aufgeklärt. Ohne Notizen, humorvoll und so, dass es auch Laien verstanden, referierte der Experte für Erbrecht auf Einladung der Sparkasse Schaumburg vor 300 Gästen im Stadthäger Ratskeller.

Voriger Artikel
Schaumburg in der Tasche
Nächster Artikel
Vier Prozent sollten nach „den guten Jahren“ drin sein

Ernstes Thema humorvoll aufbereitet: Rechtsanwalt Gerhard Ruby klärt in Sachen Erbrecht auf.

Quelle: kil

Stadthagen. Stadthagen (kil). Sein Anliegen: Jung und Alt für die Bedeutung eines Testaments zu sensibilisieren. „Ein Testament ist keine Frage des Alters“ und auch nichts, was nur reiche Menschen betreffe. Für alle Fälle, die über seinen Vortrag hinausgingen, riet er, fachliche Hilfe aufzusuchen. Erbschaftssteuer

 „Keine Angst vor der Erbrechtssteuer“, betonte Ruby, Gründer der ersten deutschen Spezial-Kanzlei für Erbrecht. Die Freibeträge innerhalb der Kernfamilie – Vater, Mutter, Kind, Enkel – seien nämlich relativ hoch. So könne die Witwe 500000 Euro plus Eigenheim steuerfrei erben. Der Freibetrag pro Kind betrage 400000 Euro, pro Enkelkind 200000 Euro. Teurer werde es für Geschwister, Nachbarn oder innerhalb „wilder Ehen“. In diesen Fällen fielen zwischen 20 und 30 Prozent Steuern an. Eine Möglichkeit, wie auch „die hilfsbereite Nachbarin, die sich 20 Jahre gekümmert hat“, steuerfrei erben könne, sei die Adoption. Das funktioniere tatsächlich in den meisten Fällen, so Ruby. Testament

 „Warum braucht man ein Testament?“ – Um Konflikte nach dem eigenen Tod zu verhindern, sei es besonders wichtig, einen oder auch mehrere Vollerben festzulegen. Wahrer Fall: Eine Frau verliert Mann und Kinder bei einem Unfall. „Eigentlich“ müsste sie das gemeinsame Haus bekommen, aber: da die Kinder zeitgleich mit dem Vater verstorben sein könnten, hat der Vater gesetzlich betrachtet keine Erben zum Todeszeitpunkt, sodass sich die Schwiegermutter als Erbin der „zweiten Ordnung“ einschalten kann. Die Lösung: Als Ehepaar müsse man sich bloß handschriftlich zu gegenseitigen Alleinerben einsetzen. Wichtig: „Erbengemeinschaften verhindern,“ damit es zum Beispiel unter Geschwistern nicht zum Streit um die Teilung eines Hauses komme, denn dann drohe oft die Versteigerung. Lösung: Einen Testamentsvollstrecker bestimmen, der sich neutral mit der Teilung des Nachlasses nach gerechtem Ermessen befasst. Vorsorgevollmacht

 Rechtzeitig solle man sich auch Gedanken über Dinge wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht machen, für den fall, dass man beispielsweise dement wird. Die Vorsorgevollmacht, die es erst seit 1992 gibt, könne man einer Person seines Vertrauens zuweisen, wohingegen die Betreuungsverfügung amtlich geregelt sei. Bedenken sollte man dabei auf jeden Fall immer, dass der Ehepartner eine Vollmacht über das Bankkonto erhält.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
DAX
Chart
DAX 13.037,00 +0,17%
TecDAX 2.578,00 +0,51%
EUR/USD 1,1846 +0,23%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 22,38 +1,89%
LUFTHANSA 28,63 +1,69%
HEID. CEMENT 91,28 +1,40%
FRESENIUS... 61,71 -0,96%
RWE ST 19,69 -0,95%
MERCK 90,01 -0,80%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 234,32%
Commodity Capital AF 184,73%
Allianz Global Inv AF 129,23%
Polar Capital Fund AF 108,16%
BlackRock Global F AF 108,04%

mehr