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Wirtschaft lokal Kiesabbauunternehmen sichert sich Umschlagplatz im Hafen Berenbusch
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00:20 02.05.2015
Der Kies liegt bereits auf dem Umschlagplatz an der Kaikante des Hafen Berenbusch. Das schwenk- und ausfahrbaren Verladeband verteilt das Kies auf die Schiffe der Kunden. Quelle: ber
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Rinteln

„Langfristig wird der Dieselpreis weiter steigen, und auch die Bundesstraßenmaut wird kommen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben wir uns entschlossen, den Transport verstärkt von der Straße aufs Wasser zu verlagern“, erklärt Geschäftsführer Sascha Wagener.

Für den Transport von den Rintelner Kiesteichen zum Hafen Berenbusch kommt der Wasserweg derzeit jedoch nicht infrage. „Wir warten noch auf den Abschluss des Ausbaus der Schachtschleuse in Minden. Derzeit ist die Schleuse für unsere Schiffe zu schmal.“ Bis 2016 soll die Schleuse fertig sein, so Wagener.

Der Umschlagplatz verfügt über eine Lagerfläche von 5 000 Quadratmetern, bis zu 15 000 Tonnen Kies können in Berenbusch vorgehalten werden. Aus überdimensionierten Legosteinen hat das Unternehmen mehrere Boxen errichtet, in denen unterschiedliche Güter gelagert werden können. Ein schwenk- und ausfahrbares Verladeband ermöglicht es, die Fracht auf der Ladefläche zu verteilen, ohne das der Kapitän das Schiff vor und zurück manövrieren muss. Insgesamt 250 000 Tonnen Kies will die Ahe-Gruppe dort jährlich umschlagen.

Die Höhe der Investition will Geschäftsführer Sascha Wagener aus strategischen Gründen nicht verraten. Zum Ziel, das Ahe Weserkies mit dem Umschlagplatz verfolgt, sagt er: „Wir überwinden dadurch den Engpass Oberweser bis Minden. In Berenbusch können unsere Kunden sich die Ladung mit normalen Schiffen abholen.“ Denn zwischen dem Mittellandkanal und den Kiesteichen der Ahe-Gruppe in Rinteln benötigen Schiffe für die Fahrt auf der Oberweser ein teures und aufwendig zu erwerbendes Patent.

Denkbar sei auch, als Dienstleister den Transport über die Oberweser für andere Unternehmen zu übernehmen. Dafür hat sich die Ahe-Gruppe eine weitere Fläche am Hafen gesichert, die ebenfalls zu einem Umschlagplatz ausgebaut werden könnte.

In den Hafen Berenbusch hat die Stadt Bückeburg insgesamt 5,3 Millionen Euro investiert. Der Anlegebereich wurde auf vier Meter Wassertiefe ausgebaggert, sodass an der auf 450 Metern verlängerten Kaikante insgesamt drei Motorschiffe mit bis zu 1600 Tonnen anlegen können. Neben der Ahe-Gruppe haben sich dort unter anderem der Raiffeisen Landbund und das Tönsmeier Holzkontor angesiedelt. ber

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