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Lage für Solarunternehmer unsicher

Die Ankündigung des Bundeskabinetts, die milliardenschweren Solarförderung zum 1. Juli zu kürzen, sorgt bundesweit für Diskussionen. Auch bei Schaumburger Solarunternehmen führt dies sowohl zu Unsicherheit als auch Empörung. Einige befürworten diesen Schritt allerdings auch.

Wende im Solarmarkt: DerTrend entwickelt sich von Großanlagen wieder stärker zum Eigengebrauch. kil

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Kreis Schaumburg (kil). Zahlreiche Unternehmer der Solarbranche sehen ihre Existenz durch die anstehende Förderkürzung für Photovoltaik-Anlagen gefährdet. Nach dem vergangenen Boomjahr prognostiziert Unternehmer Jürgen Weh aus Niedernwöhren für die Zeit ab Sommer einen starken Einbruch im Sonnenstrommarkt.
Auch Dieter Ahrens aus Bückeburg sieht in der Subventionskürzung eine „riesige Sauerei“. Zwar sei es auf dem „heißgelaufenen Markt“ Zeit geworden, dass sich etwas verändere, der Zeitpunkt für den Einschnitt sei jedoch ungünstig und sorge für eine starke Verunsicherung in der Branche. Ahrens beklagt das „Hin und Her der Beschlüsse“ und sagt, dass die angekündigte Kürzung Panikkäufe und folglich Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung auslöse.
Weh spricht in diesem Zusammenhang von einer „Endzeitstimmung“. Da zahlreiche Interessenten die Photovoltaik-Anlagen noch vor Juli erwerben wollen, käme es zu einem „Ringen um Materialien“. Daraus resultierend lasse die Qualität der Anlagen zwangsläufig nach, ergänzt Ahrens.
Positiver bewertet Solarunternehmer Wolfgang Bax aus Stadthagen die anstehende Kürzung. Seiner Meinung nach wurde dies allerhöchste Zeit, da der Markt in den vergangenen Jahren durch die hohen Förderungen vollkommen aus dem Ruder gelaufen sei. Die Hauptmotivation sei nicht mehr wie ursprünglich gedacht eine umweltfreundliche Energiegewinnung, sondern rein wirtschaftliche begründet, beklagt Bax die Situation.
Darüber hinaus betont er, dass bei genauer Betrachtung des Entwurfs deutlich werde, dass sich die Kürzung nur auf Großanlagen beziehe, der Eigenverbrauch jedoch nicht betroffen sei. Folglich sieht er eine Verschiebung auf dem Markt, die von wirtschaftlichen Großanlagen zu kleinen Dachanlagen führen werde.
Diesem stimmt auch Weh zu. „Der Markt der vergangenen Jahre wurde von Photovoltaik-Großanlagen bestimmt.“ Für die Zukunft prognostiziert er hingegen eine stärkere Nachfrage bei Solarthermie, der Erzeugung von Wärme durch Sonnenenergie.
Ahrens glaubt hingegen nicht, dass das Marktvolumen langfristig schrumpfen werde. Da die Kunden jedoch preisbewusst sind, vermutet er, dass sich die Unternehmer ab Sommer nicht mehr auf deutsche Produkte beschränken, sondern auf günstigere Alternativen aus dem Ausland ausweichen werden, sodass er weder den Verlust von Arbeitsplätzen noch die Gefahr von Insolvenz in der Branche auschließen kann.


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