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Wirtschaft lokal Landvolk kritisiert neue Vorgaben
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00:22 10.04.2015
Quelle: pr.
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Landkreis. Seit dem 1. Januar müssten Landwirte demnach die Begrünung bis zum 1. April einsäen. Dies stelle die Bauern angesichts eines nassen Frühjahrs jedoch vor Probleme, schreibt der Landvolk-Pressedienst (LPD). Wenn die Landwirte sich nicht an die Frist halten, drohe ihnen eine Kürzung der Basisförderung.

Ausnahmen gelten laut LPD nur für Blühstreifen mit einer besonderen Zusatzförderung über das Agrarumweltprogramm des Landes Niedersachsen, nicht dagegen für Aussaaten, die Landwirte auf eigene Kosten oder mit Unterstützung der Naturschutzverbände, Jägerschaft, Fördervereine oder Stiftungen anlegen.

Betroffen seien auch das neue Projekt der Stiftung Kulturlandpflege und der Ölmühle Cargill in Salzgitter. Neben den einjährigen oder mehrjährigen Blühstreifen hätten die 32 teilnehmenden Landwirte dort die Möglichkeit, bei der Ernte Getreidestreifen stehen zu lassen oder sogenannte Lerchenfenster anzulegen.

Das Landvolk fordere vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium eine Gleichbehandlung der Umweltschutzbemühungen von Landwirten, unabhängig von der Förderung. „Die pauschalen Verbote des Bundes behindern die Umweltschutzbemühungen der Landwirte und sind für den Naturschutz ein Schildbürgerstreich“, sagt Holger Hennies, Vorsitzender des Umweltausschusses im Landvolk.

Der Landwirtschaftsminister sei gefordert, eine Ausnahmeregelung für Niedersachsen zu treffen, die eine Aussaat von Blühstreifen auch nach dem 31. März erlaube. r

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