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Landvolk warnt vor Beratungsgesellschaft ASE

Landkreis / Landwirtschaft Landvolk warnt vor Beratungsgesellschaft ASE

Der Landvolk-Landesverband Niedersachsen warnt derzeit vor dem Nürnberger Unternehmen Agrar Sicherheit Europa (ASE). Einer Pressemitteilung zufolge ist dem Verband landesweit eine Reihe von Fällen gemeldet worden, in denen ASE versucht haben soll, mit einer „offensichtlich neuen Masche“ Mitglieder zu werben.

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ASE-Mitarbeiter sollen nach Landvolk-Darstellung Landwirte angerufen und ihnen eine landwirtschaftliche Beratung angeboten haben. Doch wer unverbindliches Informationsmaterial bestellte, erhielt stattdessen eine Mitgliedsbestätigung samt Zahlungsaufforderung. © haz

Landkreis (aw). Zahlreiche Landwirte in ganz Niedersachsen seien von dem Unternehmen angerufen worden, so der Landvolk-Verband. „In den Gesprächen bieten ihnen freundliche Mitarbeiter eine landwirtschaftliche Beratungstätigkeit an.“

Zu den Leistungen des Unternehmens, das auf seiner Internetseite unter anderem damit wirbt, Service-Partner der zur Ergo-Versicherungsgruppe gehörenden Rechtsschutzversicherung D.A.S. zu sein, gehören nach eigenen Angaben unter anderem eine kostenfreie Rechtsberatung, vergünstigte Ersatzteile für Traktoren und Preisnachlässe bei der Autovermietung.

Für diese Dienstleistungen wird gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein Jahresbeitrag in Höhe von 144 Euro fällig, der Vertrag soll mindestens zwei Jahre laufen. Genau diesen Betrag forderte das Unternehmen auch von niedersächsischen Landwirten – auch wenn diese nach Angaben des Landvolk-Verbandes lediglich Informationsmaterial bestellt hatten. Stattdessen erhielten sie einen Katalog samt Mitgliedsbestätigung, einer persönlichen „ASE-Service-Card“ und der Rechnung über den Jahresbeitrag.

„In den vergangenen Wochen haben sich in diesen Fällen viele Landwirte mit der Bitte um Hilfe an ihre Landvolk-Kreisverbände gewandt“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Offensichtlich versucht die ASE landesweit, über diese Masche an neue Mitglieder zu kommen.“ Der Verband empfiehlt betroffenen Landwirten, Strafanzeige zu erstatten, den Vertragsabschluss zivilrechtlich zu bestreiten und den Vertrag vorsorglich anzufechten.

Das Unternehmen selbst zeigte sich auf Anfrage überrascht. Solche Fälle seien bislang nicht bekannt, außerdem habe es bislang keinen Kontakt durch den Landvolk-Verband gegeben. Nach Angaben von ASE-Geschäftsführer Holger Linke werden derartige Telefonanrufe von einem externen Dienstleister ausgeführt, der die entsprechenden Vertragsabschlüsse im Regelfall per Stimmaufzeichnung festhält. Danach hätten die neuen Mitglieder aber immer noch die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag zurückzutreten.

Fälle wie die vom Landvolk-Verband beschriebenen, so Linke weiter, ließen sich dennoch nicht hundertprozentig ausschließen. Allerdings könnten Betroffene ihre Mitgliedschaften jederzeit kündigen, da man kein Interesse daran habe, Mitglieder gegen ihren Willen zu halten. Linke hielt fest: „Wir lassen jeden raus.“

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