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„Positiver Nebeneffekt“ nicht unerwünscht

Landkreis „Positiver Nebeneffekt“ nicht unerwünscht

Kinder und Jugendliche sind die Konsumenten der Zukunft und damit eine besonders wichtige Werbezielgruppe für Unternehmen. Auch die Banken in Schaumburg machen ihren potenziellen Kunden-Nachwuchs auf sich aufmerksam.

Landkreis (par, kil). Mit „großer Intensität“ versucht die Sparkasse Schaumburg, junge Menschen anzusprechen. Allerdings weniger durch eine Flut an Werbeartikeln als vielmehr durch Aktionen, die „einen sinnvollen Gehalt“ haben, erklärte Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg, der sich seit rund 20 Jahren mit dem Thema Marketing befasst.Zur Werbung an Schulen: Das Unternehmen organisiert zum Beispiel Workshops zum Thema Medienkompetenz an den weiterführenden Schulen und bietet in Kooperation mit anderen Unternehmen sogenannte Berufsweg-Planer und passende USB-Sticks an. „Der Bildungsgedanke“ stehe dabei vor dem Werbezweck, meint Nitsche, räumte aber ein: Selbstverständlich sei es auch ein Ziel der Sparkasse, sich jung und modern zu präsentieren und den jungen Leuten zu zeigen, was die Sparkasse für „tolle Sachen“ mache. Wenn sich dadurch der eine oder andere Jugendliche dann später für ein Konto bei der Sparkasse entscheide, sei das natürlich ein „positiver Nebeneffekt“.

Werbewege außerhalb von Schulen böten der S- und der Knax-Club, weitere jugendliche Angebote wie das Musikdownloadportal „Soundaccount“ sowie Plakate und, nicht zu vergessen, der klassische Weltspartag. Auch das Internet gewinne immer mehr an Bedeutung, unter anderem denke die Sparkasse über einen Facebook-Auftritt nach.

„Wir geben in der Regel keine Werbemittel und -geschenke an Schulen und Kindergärten heraus. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dort zu unterstützen, wo es sinnvoll ist“, erklärte Martina Tellermann, zuständig für das Vertriebsmanagement bei der Volksbank in Schaumburg. Die Reinerträge aus dem Gewinnsparen werden beispielsweise dafür verwendet, um Schulen und Kindergärten bei Anschaffungen zu unterstützen, die ohne weitere Zuwendungen nicht möglich wären.

„Natürlich würden wir es begrüßen, viele der Kinder später als unsere Kunden begrüßen zu dürfen. Das steht aber nicht im Vordergrund unseres Engagements“, berichtete Tellermann. Wo man ein Konto eröffne, würden in den meisten Fällen ohnehin die Eltern entscheiden.

Auf die Verteilung von Luftballons oder Bleistiften verzichte die Schaumburger Volksbank weitestgehend. „Wir bevorzugen zweckgebundene Maßnahmen.“ Die Anschaffung zusätzlicher Spielgeräte, Sicherheitswesten oder Requisiten für die Theater-AG stehe unter anderem im Fokus.

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