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„Praktiker hat Branche geschadet“

Landkreis / Insolvenz der Baumarkt-Kette „Praktiker hat Branche geschadet“

Die Insolvenz der Baumarkt-Kette Praktiker hat Branchenkenner Ralf Bake nach eigenen Angaben nicht überrascht. „Dass das auf Dauer mit den Rabatt-Aktionen nicht gut gehen kann, war von Anfang an klar“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter des Stadthäger Hagebaucentrums Altenburg.

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Mit der Praktiker-Insolvenz hat Ralf Bake, geschäftsführender Gesellschafter des Hagebaucentrums Altenburg, seit Längerem gerechnet. 

Quelle: dpa

Von Verena Insinger

Landkreis. „Die Vorgehensweisen von Praktiker haben die Baumarktwelt seit Jahren in Unruhe gebracht“, sagt Bake im Gespräch mit den SN. Die Rabattschlachten hätten merklich dazu beigetragen, dass die Branche bei den Kunden unglaubwürdig wurde. „Sie haben den Baumärkten geschadet.“ Dennoch, und das ist Bake wichtig zu erwähnen, tue es ihm sehr leid um die Mitarbeiter, die jetzt um ihren Job bangen müssen.

Als die Geschäftsführung von Praktiker zum Jahresende eine Rabatt-Aktion nach der nächsten gestartet hatte, stand für den geschäftsführenden Gesellschafter bereits fest, dass der Konzern bald vor der Pleite steht. „Das war wie ein letztes Aufbäumen und konnte einfach nicht gut gehen.“ In Branchenkreisen habe es bereits damals Spekulationen über den Zeitpunkt der Insolvenz gegeben.

Aus Sicht Bakes gibt es für Praktiker als Eigenmarke keine Zukunft mehr. „Einige erfolgreiche Filialen könnten allerdings von der Tochterfirma Max Bahr übernommen werden.“ Auswirkungen der Schließung der Praktiker-Märkte in der Region auf das Hagebaucentrum Altenburg erwarte Bake keine. Die Filialen in Hameln und Minden seien zu weit weg, als dass die Kunden nun nach Stadthagen kämen.
Praktiker kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von drei Milliarden Euro und zählte 414 Filialen, davon 315 in Deutschland. Der Konzern hatte vergangene Woche beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz angemeldet, etwa 20 000 Mitarbeiter zittern um ihren Arbeitsplatz.

Das Unternehmen hatte zuletzt Billigkonzepte – „20 Prozent auf alles, außer Tiernahrung“ – ins Aus manövriert. Die 132 Baumärkte der Marke Max Bahr sind von der Insolvenz nicht betroffen, sie waren schon im Herbst finanziell weitgehend vom Konzern abgeschottet worden. Um die Zukunft von Praktiker kümmert sich nun der Insolvenzverwalter.

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