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Wirtschaft lokal Produkte mit 3D anschaulicher machen
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15:50 25.10.2016
Das Unternehmen sucht bereits weitere Mitarbeiter für den neu entstehenden Firmensitz in Rehren. Quelle: la
REHREN

„Hier entsteht unser Firmensitz. Von hier aus werden unsere technologischen Leckerbissen die Welt erobern“, sagt Ulrich Clemens, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit von „Scanblue“.

Um die Datenrevolution aus dem Auetal möglich zu machen, werden zunächst etwa 50 Mitarbeiter in den Produktionshallen sowie in dem Entwicklungszentrum arbeiten. „Wir suchen, zur Erweiterung unseres Teams, Mechatroniker, Elektroingenieure, Softwareentwickler, Studenten und Vertriebsmitarbeiter“, so Clemens. Die können sich bereits jetzt per E-Mail an jobs@scanblue.com bewerben.

Noch ist der Neubau nicht fertig, aber demnächst sollen in den Hallen 3-D-Scanner hergestellt werden, mit deren Hilfe Objekte in jeder Größe und Form eingescannt, verarbeitet und digital nutzbar gemacht werden. „Genau hier liegt die Genialität. Es ist uns gelungen, die riesigen Datenmengen durch Algorithmen so aufzubereiten, dass sie internetfähig nutzbar sind“, so Clemens. Schließlich werde künftig fast jedes Produkt als Objekt für die virtuellen Welten gebraucht, und zwar von Firmen und Privatpersonen. „Egal ob professionelle Online-Shops oder Privatpersonen, die etwas über eBay verkaufen möchte, was auf Plattformen in 3D präsentiert werden kann, lässt sich besser vermarkten“, meint Clemens.

Produkte in die eigenen vier Wände visuell holen

Durch die neue 3D-Technologie würden die Produkte anschaulicher gemacht, weil man sie von allen Seiten betrachten und hineinblicken könne. „Das muss man sich ganz einfach so vorstellen. Wir scannen ein Plüschtier ein, fotografieren es quasi von allen Seiten, sammeln alle Daten der vielleicht 1000 Fotos, verkleinern diese und machen daraus einen Datensatz, der internetfähig – also wesentlich kleiner als 1000 Fotos ist. Dadurch kann das Plüschtier dann in einem Online-Portal präsentiert werden“, erklärte Clemens. Mit dem Smartphone oder Tablet können Kunden demnach Produkte, die so aufbereitet wurden, in die eigenen vier Wände holen. „Zum Beispiel ein Regal oder einen neuen Sessel, kann man mit dem Tablet ins Wohnzimmer projizieren und sehen, ob es einem wirklich gefällt“, erklärte Clemens die Revolution der neuen virtuellen Möglichkeiten.

In Rehren werden künftig aber nicht nur die 3D-Scanner hergestellt, von denen das Unternehmen bereits 50000 Stück in die ganze Welt verkauft hat, es wird auch einen Showroom geben und eine „ScanFactory“. Dort scannen die Mitarbeiter von „Scanblue“ für ihre Kunden alle Produkte für deren Online-Auftritt. Zur Verfügung stehen sollen 40 Scanner.

„Scanblue“ möchte im Auetal nicht hinter verschlossenen Türen arbeiten. Einblicke in die virtuelle Welt bietet das Unternehmen nach Fertigstellung und Einzug mit einer Einweihungsfeier oder einem Tag der offenen Tür. Dann dürfen auch die Nachbarn eine „3D-Brille“ aufsetzen und in die virtuelle Welt eintauchen. la