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Regensommer dämpft das Gartengeschäft

Landkreis / Einzelhandel Regensommer dämpft das Gartengeschäft

Der Sommer, der nicht wirklich einer war, hat auch wirtschaftliche Spuren hinterlassen. Gartenbaumärkte machten ihr Geschäft statt mit Rasendünger vermehrt mit Unkrautvernichter und Schneckenkorn, und statt Gartenmöbel schafften sich viele Kunden lieber einen Allwetter-Schirm an.

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Schöne Sommertage sind in diesem Jahr eher die Ausnahme gewesen. Der nasse Sommer 2011 beförderte stattdessen den Verkauf von Allwetterschirmen. Doch nicht alle Händler stört das. „Jede Witterung bringt etwas anderes mit sich, was dann besser läuft,“ erklärt Jörg-Peter Viilder vom Stadthäger Raiffeisen-Markt. © Archiv

Landkreis (lmh). So richtig unzufrieden sind die meisten Geschäftsleute, die vom Gartenvergnügen anderer Leute leben, jedoch nicht. „Für uns ist das Frühjahr immer wichtig, März bis Mai, und da lief es okay“, erklärte Jörg-Peter Vijlder, Leiter des Stadthäger Raiffeisenmarkts.

„Die heißen Sommermonate sind sowieso eher eine Flaute fürs Geschäft.“ Genau nachgerechnet hat er noch nicht, „aber aus dem Bauch heraus kann ich mich nicht beschweren. Jede Witterung bringt was anderes mit sich, was dann besser läuft.“ In diesem Fall waren das dann die besagten Mittel gegen Schnecken, Kraut – und Wespen.

Ganz ähnlich ist es für den Toom-Baumarkt in Rinteln gelaufen. „Das schöne Wetter im April hat uns umsatzmäßig gut nach vorn gebracht“, bilanzierte Marktleiter Dirk Mohme. „Im Juni, Juli hatten wir dann auf Deutsch gesagt einen Durchhänger.“ Unterm Strich, vermutete der Geschäftsmann, laufe die Saison im Vergleich mit anderen Jahren „auf plus/minus null“ hinaus.

„Wesentlich schleppender als letztes Jahr“ seien Gartenartikel im Bückeburger Obi gelaufen, teilte ein Sprecher mit. Dafür gäbe es überraschenderweise bereits im Spätsommer einen Run auf Winterware: „Ich habe im August schon Streusalz verkauft, Schneeschieber und Schnee-fräsen – das hatte ich auch noch nie.“
Die kleineren Gärtnereien im Landkreis haben zum Teil starke Einbußen hinnehmen müssen. „Wenn das Wetter gut ist, kommen die Leute. Wenn es regnet, dann nicht“, so eine Floristin.

Richtig zufrieden zeigte sich dagegen Fritz-Gerhard Vehling, Inhaber des Meerbecker Fachhandels für Motorgeräte. Sehr, sehr wetterfühlig sei sein Geschäft, und da sei auch ihm der „vorgezogene Sommer“ im kalendarischen Frühling zugute gekommen. „Da war es schön trocken, da hat man sich im Garten wohl gefühlt und sein außenliegendes Wohnzimmer auch gepflegt: Stauden geschnitten, Hecken in Ordnung gebracht“, veranschaulichte der Geschäftsmann. Bei Rasenmähern verzeichnete er nur eine leichte Steigerung. „Wenn es viel regnet, wächst der Rasen natürlich sehr gut. Aber der Gartenbesitzer hat dann keine große Lust, nach draußen zu gehen.“

Witterungsbedingt genau richtig kam beim Obernkirchener Fachhändler L&V die Schwerpunktverlagerung von Gartenmöbeln auf Großschirme. „Bei den Gartenmöbeln waren schon Einbußen da“, so Sprecherin Susanne Lüking. Der Renner waren dagegen Allwetter-Schirme mit integrierter Heizung.

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