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Rewe schließt zum Jahresende

Rinteln / Rückzug Rewe schließt zum Jahresende

Ganz bitter so kurz vor Weihnachten: Die Verkaufsstelle der Bäckerei Bredow im Eingangsbereich hatte schon Anfang der Woche ihre Kündigung zum Jahresende erhalten, sechs Verkäuferinnen hat Volker Bredow deshalb kurzfristig entlassen.

Rinteln (dil, who). Gestern erfuhren die Verkäuferinnen des Rewe-Supermarkts es selbst von einem Vertreter der Bezirksleitung des Unternehmens: Am Jahresende ist Schluss. Etwa 20 Kräfte hat der Markt, sie dürfen sich aber um Jobs in besser laufenden Märkten der Kette in Nachbarstädten bewerben.

 „Wir wussten seit Langem, das Ende 2013 Schluss sein sollte. Das traf uns jetzt aber wie aus heiterem Himmel“, sagte eine Mitarbeiterin. Gerade die älteren Kräfte werden Probleme haben, wieder etwas zu finden. Dass zum Beispiel in Minden im Frühjahr an der Viktoriastraße ein neuer Rewe-Markt eröffnen soll, nährt Hoffnung.

 Der Supermarkt an der Bahnhofstraße hatte seine besten Zeiten hinter sich. Vor wenigen Jahren noch gab es eine Frischfleisch-Bedientheke, heute nimmt man abgepacktes Fleisch aus Kühlschränken. Erst kam Lidl, dann das Einkaufszentrum Nord mit Jibi und Aldi in direkter Nachbarschaft, der Markt rutschte zeitweise in die roten Zahlen.

 Im März 2010 verkaufte die Rewe Markt GmbH den Laden an die Rewe-Hünecke OHG, Maren Hünecke ( wegen Urlaubs nicht erreichbar) führte nun das Geschäft, an dem aber noch die Rewe-Nord Beteiligungs GmbH Anteile hielt. .Ende 2010 wurden die Löhne gesenkt, ein Prozess folgte. Von den vier Klägerinnen schieden drei nach einem Vergleich aus dem Unternehmen aus, eine hielt die Klage aufrecht. Die übrigen Kräfte akzeptierten die Änderungskündigungen.

 Zuletzt fiel der Rewe-Markt dadurch auf, dass er als Einziger in Rinteln bis 22 Uhr geöffnet blieb. Die verlängerten Öffnungszeiten wurden auch Bäcker Bredow zur Pflicht gemacht, der seit gut 15 Jahren eine Verkaufsstelle neben dem Eingang betreibt. „Wir mussten dafür eine zusätzliche 400-Euro-Kraft einstellen“, sagt Volker Bredow, „aber mehr Umsatz brachte es nicht.“ Im Gegenteil: Der Rewe-Markt installierte Backautomaten, um mit Frischware dem eigenen Mieter Konkurrenz zu machen.

 „Wir profitieren aber davon, dass unser Betriebssitz ganz in der Nähe ist und wir viele Stammkunden haben“, erklärt Bredow. Dennoch sei das Geschäft in der Filiale rückläufig. Er hat seine sechs dort eingesetzten Teilzeitmitarbeiterinnen bereits zum Jahresende entlassen, denn in den fünf anderen Filialen braucht er sie nicht. Er hofft, dass viele Stammkunden jetzt die Filiale im Toom-Baumarkt nutzen, etwa 500 Meter entfernt.

 Der Untermietvertrag wurde von der Rewe-Regionsleitung in Norderstedt gekündigt. „Bisher hat er sich am Jahresende immer um ein Jahr verlängert, wenn er nicht gekündigt wurde“, sagt Bredow, und darauf hatte er sich auch diesmal verlassen. Aber es kam anders. Er hat insgesamt 40 Mitarbeiter, inklusive Teilzeitkräften. Da sind sechs Entlassungen schon ein Schlag ins Kontor. In der Produktion will er aber nicht reduzieren.

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