Physiotherapeut Ulrich Schwier und Fitnesslehrer und Ernährungsberater Dennis Prokop wollen mittelständische Unternehmen in puncto betrieblicher Gesundheitsförderung „coachen“ – sozusagen als Trainer möglichst der gesamten Belegschaft. Zum Paket gehören leichtes Fitness-Training, Ernährungsberatung und Arbeitsplatz-Ökonomie sowie generelle Tipps zur „Entstressung“ des Arbeitsalltags.
Wichtig ist Prokop und Schwier, dass das Programm im Betrieb abgespult wird. Das Angebot eines Unternehmens an seine Mitarbeiter, Sport kostengünstig in einem externen Fitness-Studio treiben zu können, nehmen der Erfahrung nach nur ohnehin bereits aktive Sportler wahr, meint Prokop. Deshalb sei ein Einstieg in Form von Gruppenseminaren im Betrieb sinnvoll, in denen erklärt wird, was die beiden Experten vorhaben.
Später wären dann halbstündige Sport-Einheiten mit leichten Übungen denkbar. „Die Leute sollen danach nicht völlig kaputt sein“, erklärt Schwier. Aber der Sport lockere den Arbeitstag auf, mache den Kopf frei und sei ohnehin dienlich, weil eine kräftige Muskulatur Rücken- und Gelenkschäden vorbeuge. Sportgeräte bringen die SGS-Trainer mit. Ein Raum, der Platz für eine zehn- bis 15-köpfige Sportlergruppe bietet, sollte vorhanden sein.
Bei der Ernährungsberatung gehe es um die Abstimmung von Essen und Trinken auf den Arbeitstag – mit einfachen Tipps lasse sich beispielsweise das berüchtigte „Nachmittagstief“ umgehen. Außerdem bietet SGS Massagen am Arbeitsplatz an. Dafür gibt es einen speziellen Stuhl, der ohne viel Aufhebens eine Behandlung von Nacken, oberem Rücken und Schultern ermöglicht.
Auch über die Taktung des Arbeitstages und das korrekte Sitzen vorm Bildschirm würde die Belegschaft aufgeklärt. Unterm Strich diene das Firmenfitness-Konzept der besseren Ausschöpfung des Potenzials jedes Mitarbeiters nach dem Prinzip: Wer sich gut fühlt, schafft mehr. Und es handle typischen Stresssymptomen wie Kopfschmerzen entgegen – bis hin zum gefürchteten „Burn out“-Syndrom.
Deshalb zahle sich Firmenfitness, wenn sie ganzheitlich und nachhaltig betrieben werde, für ein Unternehmen aus. Allein einen „Burn out“ zu verhindern, spare eine fünfstellige Euro-Summe. Denn eine Spitzenkraft falle in einem solchen Fall mindestens für sechs Wochen aus.
Das SGS-Konzept erfüllt die Anforderungen des Sozialgesetzbuches hinsichtlich betrieblicher Gesundheitsförderung. Das ermögliche eine jährliche Steuerbefreiung von 500 Euro pro teilnehmendem Mitarbeiter und Zuschüsse von Krankenkassen. Weitere Informationen gibt es unter www.sgs-online.net/firmenfitness. gus
