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Wirtschaft lokal Saisonaler Anstieg bleibt bislang aus
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20:30 29.11.2012
Entgegen dem generellen Trend ist die Zahl der Arbeitslosen im Weserbergland gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Sowohl in den Geschäftsstellen Rinteln und Stadthagen ist der Rückgang spürbar. Quelle: Elze
Landkreis (aw)

5325 Personen waren im zu Ende gehenden Monat in Schaumburg arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 6,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im Oktober.

 „Durch das relativ gute Wetter im November hat der sich schon abzeichnende saisonale Anstieg sich noch nicht voll ausgewirkt“, kommentierte Ursula Rose, Vorsitzende der Arbeitsagentur-Geschäftsführung, die Entwicklung in einer Pressenotiz. „Trotz der nachlassenden Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt robust.“ Gegenüber dem Vorjahresmonat ist der Rückgang in Schaumburg sogar noch deutlicher: Im November 2011 lag die Arbeitslosenquote bei 7,2 Prozent. Vor allem bei Langzeitarbeitslosen (minus 11,7 Prozentpunkte) und Jugendlichen von 15 bis 25 Jahren (minus 10,8 Prozentpunkte) ist der Rückgang zu 2011 besonders deutlich.

 Mit Blick auf die gesamte Region Weserbergland verzeichnen die Agentur-Geschäftsstellen Hameln (minus 3,9 Prozent) und Stadthagen (minus 2,0) Rückgänge, während sich in Rinteln (plus 3,4), Holzminden (plus 4,1) und Bad Pyrmont (plus 9,1) deutlich mehr Menschen arbeitslos gemeldet haben als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings legte nur Holzminden mit einem Anstieg um 8,1 Prozent deutlich zu. Alle anderen Geschäftsstellen verzeichnen hier deutliche Rückgänge, vor allem Stadthagen (minus 7,0 Prozent) und Rinteln (minus 6,1 Prozent). Aus dem – insgesamt betrachtet – leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Weserbergland lässt sich nach Einschätzung Roses aber derzeit noch kein „allgemeiner konjunktureller Abschwung“ ableiten.

 Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) – sprich: die Zahl der Arbeitslosen plus der Menschen, die beispielsweise in Fördermaßnahmen untergebracht sind – umfasste im November in Schaumburg 6990 Personen, was einer Quote von 8,7 Prozent entspricht, gegenüber 9,1 Prozent im Oktober und 10,5 Prozent im November 2011. Damals waren im Landkreis Schaumburg noch 8061 Personen als unterbeschäftigt erfasst.

 Doch nicht nur die Arbeitslosigkeit ist in Schaumburg rückläufig, sondern auch die Zahl der gemeldeten Stellen. 710 Arbeitsplätze hat die Agentur für Arbeit derzeit in ihrem Bestand, 18 weniger als im Vormonat und 158 weniger als im November vergangenen Jahres. Mit 243 ging die Zahl der neu gemeldeten Stellen gegenüber Vormonat und Vorjahresmonat ebenfalls deutlich zurück. „Die rückläufigen Zahlen sind zum einen jahreszeitlich bedingt, darüber hinaus aber auch Kennzeichen einer insgesamt nachlassenden Dynamik auf dem Arbeitsmarkt“, heißt es dazu seitens der Arbeitsagentur.

 Als Arbeit suchend gemeldet waren im November in Schaumburg insgesamt 8666 Menschen – 84 weniger als im Oktober und 1040 weniger als im November 2011.