Hameln (ck, bes). „Die Messe AG ist natürlich immer sehr umtriebig und fürchtet möglicherweise, dass ihre großen Messen durch Konkurrenz zersplittert werden“, sagt Veranstalter Rainer Timpe von „Messen & Ausstellungen Rainer Timpe“. Hamelns Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop, bei dem die Anfrage eingegangen war: „In Hannover gilt die Hamelner ‚Soltec‘ als sehr traditionelle Messe, mit der man möglicherweise Synergieeffekte erzielen kann.“ Spätestens im Oktober sollen Gespräche hinsichtlich einer Kooperation fürs nächste Jahr geführt werden.
Die Aussteller sind nach Angaben der Veranstalter mit der Gesprächssituation während der Messe zufrieden. Aus diesem Grund wollen laut „Messe & Ausstellungen Rainer Timpe“ auch zahlreiche Firmen wieder bei der „Soltec“ ausstellen.
Ein weiterer positiver Aspekt ist nach Angaben der Veranstalter, dass während der „Soltec“ zahlreiche Neuheiten aus den Bereichen Geothermie, Solarthermie und Photovoltaik präsentiert wurden. Eine dieser Entwicklungen waren Hybrid-Module, bei denen Photovoltaik und Solarthermie miteinander kombiniert werden.
Und noch eine gute Nachricht für Hameln: „Wir stehen in Kontakt mit einem Solar-Unternehmen, das in Hameln auf 500 Quadratmetern städtischem Grund eine Betriebsstätte errichten will“, verrät Wittkop. Möglichkeiten gebe es dafür entweder im Hottenbergsfeld oder aber in Afferde-Ost, wo noch freie Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. „Das ist ein toller Kontakt“, freut sich der Wirtschaftsförderer, der heute mit ersten Gesprächen beginnen möchte.
Aber auch andere stehen in den Startlöchern und bekunden Interesse an der „Soltec“, was Timpe als Beweis nimmt für die überregionale Beachtung, die die Hamelner Solarmesse inzwischen findet. So hatte etwa Reinhard Korfmann, Vorsitzender des Regionalverbandes Lippe-Paderborn-Höxter des Bundesverbandes Windenergie, angefragt, ob es im nächsten Jahr eine Möglichkeit gibt, dieser neuen Energiequelle einen eigenen Schwerpunkt zu widmen, zumal Niedersachsen das Bundesland mit der größten Anzahl von Windenergieanlagen sei. „Wir werden natürlich auch diesen Aussteller mit offenen Armen empfangen“, versichert Timpe. Mit dem Thema Windenergie sei dann der Kreis geschlossen, sei die nächste „Soltec“ quasi eine „Allround-Energiemesse“ im regenerativen Bereich. „Das Konzept jedenfalls greift“, ist Veranstalter Timpe sicher, die geringeren Besucherzahlen 2010 seien allein dem Wetter geschuldet.
Wie die nächste „Soltec“ im Einzelnen aussehen wird, ist allerdings noch offen. Demnächst wird sich erstmal der Messe-Beirat – ihm gehören unter anderem Vertreter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, des Innovationszentrums Niedersachsen, der Stadt Hameln, der „Messe & Ausstellungen Rainer Timpe“ und Lutz Reimann, Chef von „Elektroma“, an – treffen, um Manöverkritik zu üben und eine Strategie für die Zukunft der Hamelner Messe zu entwickeln.