Landkreis (bes). Zu den Unternehmen, die ihre Preise zum 1. Juli erhöht haben, gehört auch „E.on Avacon“. Das Unternehmen habe allerdings nicht direkt die Preise erhöht, sondern vielmehr einen Tarif vom Markt genommen. Laut Ginzel sei es durchaus denkbar, dass einige Unternehmen in diesem Jahr bei den Preiserhöhungen nachziehen. „E.on Westfalen Weser“ hatte zum 1. Mai die Tarife „strom.ideal“ und „strom.spezial“ um jeweils fünf Prozent angehoben.
Die Strompreisentwicklung weist dem Verbraucherportal zufolge seit dem Jahr 2000 stetig nach oben. „Als Grund für die jüngsten Preiserhöhungen werden in der Regel die erhöhten Kosten für den Ausbau Erneuerbarer Energien und gestiegene Netznutzungsentgelte angeführt“, schreibt das Unternehmen. Angesichts des starken Zubaus im Bereich Photovoltaik müsse auch weiterhin mit steigenden Stromkosten gerechnet werden.
Da außer den staatlichen Abgaben und Netzkosten auch die Beschaffungsstrategie der Energieversorger bei der Preisbildung eine große Bedeutung habe, rät Verivox dazu, die Tarife der Grundversorger zu vergleichen. „Verbraucher können von der ungleichen Preisgestaltung der einzelnen Versorger stark profitieren – die Ersparnis bei einem Wechsel vom Grundversorgungstarif zum günstigsten verfügbaren Angebot mit monatlichen Abschlägen beträgt für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden durchschnittlich 220 Euro“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dies sind nach Angaben der Verbraucherzentrale etwa 500 Kilowattstunden mehr als der Verbrauch eines Vier-Personen-Haushalts.
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