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Wirtschaft lokal Teig taugt nicht für Maschinen
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00:24 07.09.2015
Vier Gesichter des Schaumburger Bäcker-Handwerks: Maurice Viertel, Innungs-Obermeister Karl Wilke, Heiko Neitz und Marc Planert wissen, was ins Brötchen kommt. Quelle: jcp
Stadthagen

So schlossen 60 Prozent der zur Prüfung vorgelegten Brote mit „Sehr gut“ und 34 Prozent mit „Gut“ ab. „Geprüft werden zum Beispiel Form, Aussehen, Geschmack und Krustenbeschaffenheit“, erklärte Innungs-Obermeister Karl Wilke.

Und auch, wenn es dem nicht fachkundigen Endverbraucher manchmal schwerfallen mag, den Unterschied zwischen Discounter-Brot und solchem aus der lokalen Backstube zu benennen: „Unser Teig ist eher kunden- als maschinenfreundlich“, sagte Wilke.

„Ich kenne Leute, die von Brot aus dem Supermarkt Sodbrennen bekommen“, ergänzte Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, in deren Räumen drei Vertreter der geprüften Betriebe ihre Urkunden entgegengenommen haben.

Stichwort Inhaltsstoffe: „Die lange Haltbarkeit bei industriell hergestelltem Brot wird doch wohl mit Chemie erreicht“, so Pape. Beim Bäcker nebenan dagegen könne man mal eben in die Backstube schauen, um zu sehen, „was reinkommt“ – da waren sich Heiko Neitz (Bäckerei Neitz, Hessich Oldendorf/Rohden), Maurice Viertel (Bäckerei Viertel, Meerbeck) und Marc Planert (Bäckerei Planert, Suthfeld) einig.

Für ihre unterschiedlichen Brotsorten erhielten Viertel zweimal „Sehr gut“ und viermal „Gut“; Neitz dreimal „Sehr gut“ und zweimal „Gut“; Planert wurde zusätzlich mit dem Prädikat „Gold“ ausgezeichnet, weil er zum dritten Mal hintereinander das Gesamtergebnis „Sehr gut“ einheimste.

Einziges Manko: Nur acht der insgesamt 15 Innungsbetriebe haben sich an der Prüfung beteiligt. Es ist der Durchschnittswert der vergangenen Jahre. Handwerker-Chef Pape: „Über mehr Beteiligung würden wir uns auf jeden Fall freuen.“ jcp

Vier Gesichter des Schaumburger Bäcker-Handwerks: Maurice Viertel, Innungs-Obermeister Karl Wilke, Heiko Neitz und Marc Planert wissen, was ins Brötchen kommt. jcp