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UniMould: Personalkosten gaben den Ausschlag

Obernkirchen / Unternehmen UniMould: Personalkosten gaben den Ausschlag

Rund 80 Prozent der beim Obernkirchener Unternehmen UniMould GmbH von Entlassung betroffenen 26 Mitarbeiter haben gute Chancen auf einen Job in einer anderen Firma. Das hat Werksleiter Paul Junkermann auf Anfrage bestätigt.

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Benny Westhoff kontrolliert einen fertig gedrehten Stempel.

Quelle: rg

Obernkirchen. Nach Angaben „der Transfergesellschaft sollten sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen bei den nicht rentennahen Mitarbeitern mindestens 80 Prozent der Betroffeen in den Arbeitsmarkt integrieren.“

Wie berichtet war der Belegschaft Ende September mitgeteilt worden, dass 26 der insgesamt 60 Mitarbeiter ihren Arbeitsplätz verlieren würden. Hintergrund ist eine Neuausrichtung des Werkes. Der Zulieferer für die Glas-Verpackungsindustrie wird sich künftig allein auf das Fertigen von Pressstempeln konzentrieren und die Formenherstellung einstellen.

Wie Junkermann mitteilte, „geht unsere interne Vertriebsplanung von einer deutlichen Steigerung des Stempelabsatzes im Jahr 2014 aus“.

Sowohl Formen wie Stempel sind Werkzeuge, die bei der industriellen Glasbehälterherstellung, wie beispielsweise Sektflaschen oder Gurkengläser, verwendet werden. Nach den Worten von Junkermann wird das Glas in großen Schmelzöfen, sogenannten Wannen, verflüssigt. Das flüssige Glas wird dann portioniert in eine Behälterglasproduktionsmaschine eingebracht. Sowohl Formen als auch Stempel sind in dieser Glasproduktionsmaschine eingebaut und für die Formgebung wesentlich. Beide Werkzeuge haben direkten Kontakt mit dem flüssigen Glas. Die Form ist für die Ausformung des Behälteräußeren verantwortlich, der Stempel für die Ausformung des Behälterinneren.

Die Produktion von Formen für die Flaschenherstellung sei „sehr personalintensiv“, erläuterte der Werksleiter. Dadurch seien Mitbewerber in Asien und Osteuropa mittlerweile begünstigt. Denn: „Sie können durch Vorteile bei Personalkosten deutlich günstiger produzieren.“ Dadurch habe sich der Preisdruck verschärft. Als Folge seien bei UniMould in Obernkirchen „in jüngster Zeit bei der Formenherstellung rote Zahlen geschrieben worden“. Notwendige Konsequenz sei die Neuausrichtung, durch welche „die Wirtschaftlichkeit des Standortes gesichert wird“, führte Junkermann aus.

UniMould ist Lieferant für Heye International, „für uns ein wichtiger Kunde“, wie Junkermann formulierte. Sowohl UniMould als auch Heye International sind Unternehmen der Ardagh Group. UniMould hat neben dem Werk in Obernkirchen noch weitere Standorte in Polen und in England. Insgesamt sind in den drei Werken 250 Mitarbeiter beschäftigt.

In Obernkirchen handelt es sich um „hochqualifizierte Fachkräfte wie Industriemechaniker, CNC-Dreher, CNC-Fräser und Schlosser“, wie der Werksleiter mitteilte. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass den Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen eingeräumt werden.  ssr

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