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Volksbank Minden fusioniert

Keine Schaumburgerbeteiligung Volksbank Minden fusioniert

 Die Bankenlandschaft in der Region steht vor einer überraschenden Veränderung: Die Volksbank Minden will mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold fusionieren. Vorstandssprecher Axel Breitschuh bestätigte entsprechende Pläne. Damit wäre eine Minden-Schaumburger Allianz endgültig vom Tisch.

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Quelle: dpa

MINDEN/LANDKREIS. Nach dem Zusammenschluss entstünde die „VerbundVolksbank OWL“ mit einer Bilanzsumme von 5,8 Milliarden Euro, fast 1000 Mitarbeitern und 95 Standorten. Ursprünglich wollten die künftigen Partner erst eine für Montag einberufene Vertreterversammlung abwarten, bevor die Information an die Öffentlichkeit gelangt.

 Mit einer Bilanzsumme von 225 Millionen Euro ist Minden im Verhältnis zu Paderborn der Juniorpartner. Trotz der Größe stand eine Fusion lange Zeit nicht auf der Tagesordnung. Das galt auch noch Anfang des Jahres. Und auch heute betont Breitschuh, der früher der zweiten Führungsebene der ehemaligen Volksbank Stadthagen angehörte, dass es der Bank wirtschaftlich gut gehe. „Wir sind nicht über die Lande gezogen und haben nach einem Partner gesucht“, sagt er. Hinter der Entscheidung, einen Zusammenschluss mit Paderborn einzugehen, stünden strategische Überlegungen. Die Verbundbank sei ein zukunftsweisendes Konzept, glaubt Breitschuh. Sein Partner in Paderborn, Dr. Ulrich Bittihn, spricht von einer „leistungsstarken genossenschaftlichen Universalbank“.

 In der Vergangenheit hatte es auch immer mal wieder Gespräche zwischen der Volksbank Minden und Vorständen der beiden Schaumburger Volksbanken gegeben, um Kooperationen über die Landesgrenze hinweg auszuloten.

 Die Volksbank in Schaumburg hatte auf nordrhein-westfälischer Seite sogar recht offensiv für eine Fusion geworben. Und zwar nicht nur bei der Volksbank Minden, sondern auch bei der benachbarten Volksbank Mindener Land. Mit ihr schien die Verschmelzung fast schon perfekt – platzte dann aber in letzter Minute, weil sich in Minden Widerstand formierte.

Chemie zwischen Schwester-Instituten stimmt nicht

Mindestens ebenso naheliegend wäre ein Zusammenwachsen der beiden Mindener Banken gewesen. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die Chemie zwischen den Vorständen der beiden Schwester-Institute nicht stimmt.

 Mit Blick auf den Überraschungspartner Paderborn-Höxter-Detmold spricht Breitschuh nun von einer Wachstumsstrategie. „Wir sind mit unseren Kulturen auf einer Wellenlänge.“

 Die „VerbundVolksbank OWL“ soll beim Kunden unter diesem Namen nicht in Erscheinung treten. Geplant ist ein Unternehmen mit fünf Zweigniederlassungen, die mit ihren jeweiligen Filialen am Markt präsent sind. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold wird zu ihren drei ursprünglichen Namen zurückkehren, hinzu kommen Minden und der Bankverein Werther. So wollen die künftigen Partner ihre regionale Identität herausstellen.

 Die bisherigen Mindener Chefs Axel Breitschuh und Uwe Hagemeyer sollen nach der Fusion in den Vorstand beziehungsweise in die erweiterte Geschäftsleitung des Gesamtinstituts wechseln und weiterhin die Verantwortung für die Region Minden übernehmen.

Von Henning Wandel und Marc Fügmann

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Es ist ein Paukenschlag: Das Aufgebot für eine Hochzeit zwischen den Volksbanken Minden und Paderborn-Höxter-Detmold ist so gut wie bestellt – da bringt sich überraschend die Volksbank in Schaumburg als Heiratskandidat ins Spiel. Vorstand Joachim Schorling wirbt für eine Minden-Schaumburg-Allianz.

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