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Wirtschaft lokal Wachstumsschritt nimmt Oberweser ins Visier
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19:43 10.02.2011

Bückeburg (mig). Dort soll die Warenabteilung der Volksbank Weserbergland übernommen werden.

„Wir haben uns im Vorstand und Aufsichtsrat intensiv mit dieser Frage beschäftigt und sind einstimmig der Meinung, dass die Übernahme des Warengeschäftes eine sinnvolle Ergänzung unseres Geschäftsgebietes darstellt“, freute sich das hauptamtliche Vorstandsmitglied Marco Gottschalk anlässlich der Generalversammlung im Bückeburger Rathaussaal.

Tatsächlich scheint die Übernahme inzwischen in trockenen Tüchern. Zwar habe die Volksbank Weserbergland auch Verhandlungen in andere Richtungen geführt, „inzwischen aber gehen wir davon aus, dass die Übertragung des Warengeschäfts auf den Landbund erfolgen wird“, erläuterte Gottschalk den Prozess. Entsprechende Beschlüsse seien sowohl in den Gremien der Volksbank Weserbergland als auch im Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisen Landbund eG erfolgt.

Zurzeit würden mit Unterstützung des Genossenschaftsverbandes die Verträge ausgearbeitet, die dann in den nächsten Wochen unterzeichnet werden sollten. Gottschalk ist überzeugt: „Der Wachstumsschritt wird dazu beitragen, das feste Fundament der Raiffeisen-Landbund eG weiter zu stärken.“

Das Warengeschäft der Volksbank Weserbergland umfasst zwei Betriebsstätten (Ottenstein und Stadtoldendorf), die pro Geschäftsjahr einen Umsatz von bis zu 26 Millionen Euro erzielen. Derzeit sind neun Personen beschäftigt, die nach Vertragsabschluss übernommen werden. Durch die Übernahme vergrößert sich das Geschäftsgebiet der Raiffeisen-Landbund eG über Hameln hinaus bis nach Holzminden.

Einen Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr und die einzelnen Geschäftsfelder warf dann das hauptamtliche Vorstandsmitglied Andreas Rath. Die beim Landbund angelieferte Raps-Menge hat sich um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Beim Weizen haben sich die Erträge, je nach Region, um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr vermindert. Mit fast 206.000 Tonnen Getreide und Raps habe man das gute Vorjahresergebnis noch um drei Prozent steigern können.

Es sind 466.000 Schlachtschweine gehandelt worden, deutlich mehr als im Vorjahr. Da sich der Durchschnittserlös aber um zwölf Euro pro Tier verringerte, wuchs dieses Segment nur um zwei Prozent. Obwohl im Nutzviehbereich fast 46.000 (auf jetzt 488.000) Tiere mehr gehandelt wurden, stagnierte der Umsatz auf Vorjahresniveau. Mit einem Umsatz von 90,08 Millionen Euro bleibt der Viehbereich damit die umsatzstärkste Abteilung des Landbunds.

Der Landbund handelte mit 186.313 Tonnen Futtermittel und erzielte damit einen Umsatz von 47,5 Millionen Euro. An Treib- und Brennstoffen konnten 56.747 Tonnen mit einem Wert von 41,4 Millionen Euro umgesetzt werden.

Zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich ein Rohergebnis von 23,87 Millionen Euro. Dieses Ergebnis liegt um etwa 3,8 Millionen Euro über dem des Vorjahres. Für das Geschäftsjahr 2009/ 2010 betrug der Umsatz insgesamt 249,5 Millionen Euro.

Im Anschluss erhielt Aufsichtsratsmitglied Helmut Tönsfeuerborn aus Verl für 25-jährige Verdienste in der genossenschaftlichen Arbeit die silberne Ehrennadel.