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Wildschinken und gebratene Gänse zum Fest

Wirtschaft / Neuansiedlung Wildschinken und gebratene Gänse zum Fest

Rinteln (dil). Von außen wird sich wohl nur die Werbebeschriftung ändern, drinnen geht es dagegen bald zumindest drei Monate im Jahr um Wild. Die Bückeburger Gastronomen Edgar Miller und Harald Strüwe wollen in der ehemaligen Fleischerei Sümenicht im Industriegebiet Süd in Rinteln saisonal Wildverarbeitung und -handel sowie ganzjährig den Catering- und Partyservice Tavola betreiben.

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Das Wildschwein und das Werbebanner sind schon da: Edgar Miller (links) und Koch Heiko Koeppen vor dem ehemaligen Sümenicht-Gebäude, in das nun „Maître Wild“ und Partyservice Tavola einziehen.

Quelle: dil

Die Vorbereitungsarbeiten laufen. Ein ausgestopftes Wildschwein als Blickfang ist schon da.
„Das Gebäude ist ideal für uns“, stellte Miller im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Einen Teil der Fleischverarbeitungsmaschinen hat er vom letzten Betreiber zurückgekauft. Um den Betrieb wieder in Gang zu bringen, sollen in den nächsten Wochen rund 150 000 Euro investiert werden.
Miller und Strüwe haben unter dem Dach der M + S Maître Service gmbH (Gastronomie auf der Insel Wilhelmstein, Hotel Kronprinz in Minden, Montana-Hotel Lauenau, Montana Trend-Hotel Lehrte, Tavola Party-Service und Catering Bückeburg) sowie Bückeburger Event und Tourismus GmbH gemeinsame Aktivitäten gebündelt. Nun wollen sie Wildhandel- und -verarbeitung dazunehmen. „In Bayern macht das jeder zweite Fleischer zusätzlich, hier ist es eine Marktlücke“, sagt der Allgäuer Miller, der vor mehr als zwei Jahrzehnten nach Bückeburg kam und dort bis vor Kurzem den renommierten Ratskeller betrieben hat. Der Aufwand lohne aber nur bei größeren Mengen. Deshalb werde nicht nur Schaumburger Wild, sondern auch zugekauftes aus anderen Jagdrevieren und Forstverwaltungen verarbeitet. Mit eigenen und angemieteten Kühlwagen soll dieses ins Industriegebiet geschafft werden. Dort werden daraus Braten, Gulasch, Schinken und Würste.
Was nicht während der Wildsaison auf ausgesuchten Wochenmärkten oder am wohl zweimal wöchentlich öffnenden Stand auf dem Betriebsgelände verkauft oder an die zur Unternehmensgruppe gehörenden Betriebe und über den Partyservice abgesetzt wird, soll eingefroren werden. Dann können Wildspezialitäten das ganze Jahr über verkauft und zubereitet werden. Eine Vermarktung über das Internet ist ebenfalls vorgesehen.
„Aber erst einmal wollen wir einige Rezepte ausprobieren, und wenn wir mit denen zufrieden sind, geht der Handel los“, erläutert Miller. „Sonst kann man seinen guten Ruf schnell ruinieren.“ Losgehen heißt deshalb: frühestens mit dem Weihnachtsgeschäft. „Dann könnte ich mir aber auch vorstellen, dass man bei uns vorbestellte gebratene Gänse zum Weihnachtsfest bekommen kann“, schmunzelt Miller. „Maître Wild“ soll dieser Unternehmenszweig heißen.
„Von unserem Partyservice in Bückeburg haben wir einen Koch und Servicepersonal teilweise übernommen, Fleischer werden mit Saisonverträgen eingestellt“, erklärt Miller die Personalplanung. Das heißt, in der Wildsaison werden etwa acht Kräfte, im Sommer zum Beispiel nur die Hälfte im Betrieb tätig sein.
Ein „Aufhübschen“ des Gebäudes und des Betriebsgeländes erscheint Miller nicht dringend nötig. Erst müsse alles laufen, dann sei an eine Umzäunung und Fassadenverbesserung – vor allem an der Rückseite – zu denken.

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