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Wirtschaft lokal „Wir leben das, und wir geben das auch weiter“
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15:30 12.03.2012
Das Alster ist eine der acht Biersorten, die in Stadthagen produziert und abgefüllt werden. Quelle: aw
Landkreis/Stadthagen

Landkreis/Stadthagen (aw). „Alles, was ich in der Region kaufen kann, hole ich auch dort“, erläutert Lambrecht die Leitlinie der Schaumburger Privat-Brauerei, die im kommenden Jahr 140 Jahre alt wird. Das gelte grundsätzlich für alle Produkte und Dienstleistungen, die von der Brauerei gekauft werden, angefangen vom Bürobedarf bis hin zu Strom und Gas. „Wir leben das, und wir geben das auch weiter.“

 Die Lastwagen beispielsweise werden nicht in Hannover, sondern vor Ort in Stadthagen gewartet. Einige spezielle Produkte, zum Beispiel Pumpen für die Bierabfüllung oder Flaschenfotos, müssen allerdings von außerhalb bezogen werden, da es in der Region keine Anbieter dafür gibt.

 Die Braugerste kommt teilweise aus der Region, zurzeit aus Bad Eilsen. „Diese Böden sind für die Braugerste geeignet, und sie liegen dann auch im Wasserschutzgebiet“, so Lambrecht. Darüber hinaus ist die Brauerei derzeit auf der Suche nach weiteren Landwirten in der Region , die ebenfalls Braugerste anbauen könnten. „Wir sind bemüht, diesen Anteil immer weiter zu erhöhen.“

 Allerdings, so merkte der Brauereichef an, müsse die regionale Wirtschaftsförderung nicht nur in den Betrieben, sondern vor allem auch in der Bevölkerung stattfinden. „Wer die Eckkneipe haben will, muss auch hingehen.“ Ziel des „Schaumburger Wirtschaftskreislaufes“ sei es daher, den Menschen einen Denkanstoß zu geben, „gemeinsam die Region zu fördern“.

 Im Fall der Schaumburger Privat-Brauerei käme eine solche Förderung nicht nur den insgesamt rund 30 Mitarbeitern zugute, sondern indirekt auch den zahlreichen Vereinen im Landkreis. Zwei Cent je Flaschenetikett werden nämlich nach den Worten Lambrechts für Vereinssponsoring verwendet. Ohne solches Geld müssten viele Vereine ihr Angebot stark einschränken oder sogar komplett einstellen.

 Was den Erfolg des von ihm angestoßenen Förderprojektes angeht, ist sich Lambrecht seines Erfolges sicher. Der Trend zu regionalen Produkten setze sich immer stärker durch, die Nachfrage steige. „Man merkt, dass dieses Umdenken im Gange ist.“