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Landkreis / Arbeitslosenquote

Zahl der älteren Arbeitslosen steigt an

Im Gegensatz zu der positiven Gesamtentwicklung beim Arbeitsmarkt in Schaumburg ist die Zahl der Arbeitslosen unter den 50- bis 65-Jährigen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der älteren Arbeitslosen um 5,1 Prozentpunkte. Bei der Gruppe der 55- bis 65-Jährigen lag der Wert bei 13,2 Prozentpunkten. Insgesamt waren in Schaumburg im August 2010 10 73 Menschen zwischen 55 und 65 Jahren ohne Job. Bei der Gruppe zwischen 50 und 65 Jahren waren es 1822.
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Landkreis (bes). Im Bereich der Geschäftsstelle Stadthagen lag die Steigerung von August 2009 bis August 2010 bei Arbeitslosen zwischen 55 und 65 Jahren bei mehr als 15,2 Prozentpunkten. Im Rintelner Bereich waren es 8,7 Prozentpunkte. Insgesamt waren im Geschäftsstellenbereich Stadthagen 760, in Rinteln waren es im August 313 Arbeitslose.

„Wenn ältere Menschen arbeitslos werden, besteht für sie die große Gefahr, in Hartz IV abzurutschen“, erklärt Christina Rasokat, Pressesprecherin der Bundesarbeitsagentur in Hameln. Unter den Menschen zwischen 50 und 65 Jahren liegt die Arbeitslosenquote 8,2 Prozent, bei der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren bei 8,7.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Arbeitslosen machen die 50- bis 65-Jährigen fast 28 Prozent der Arbeitslosen aus. „Bald sind es mehr als 30 Prozent“, sagt Rasokat. Dies hängt nicht nur mit der Alterung der Gesellschaft zusammen, sondern auch mit dem Verhalten der Arbeitgeberseite. „Da es in den vergangenen Jahren viele Bewerber gab, haben die Unternehmen ihre Ansprüche erhöht, auch in Bezug auf das Alter der Bewerber“, betont die Pressesprecherin. Aufgrund der demografischen Entwicklung sei es jedoch angebracht, auch die Gruppe der älteren Arbeitslosen verstärkt in den Arbeitsmarkt mit einzubeziehen.

Darüber hinaus könne durch eine solche Geschäftsstrategie auch der zu erwartende Fachkräftemangel abgemildert werden. „Es ist viel Potenzial da“, so Rasokat. In einigen Branchen sei der bereits angesprochene Mangel an hoch qualifizierten Mitarbeiter deshalb auch ein selbst gemachtes Problem.

Mittlerweile haben Rasokat zufolge allerdings einige Firmen im Landkreis Schaumburg ihre Strategie bei der Stellenbesetzung umgestellt. „Wir haben auch Unternehmen, die ältere Arbeitslose wegen ihrer Zuverlässigkeit eingestellt haben“, sagt Rasokat. Zudem gebe es auch eine Initiative des Jobcenters unter dem Motto „Generation Gold“.

Bei diesem Projekt sollen Arbeitslose über 50 Jahre besser auf den sich wandelnden Arbeitsmarkt eingestellt und ihre Chancen auf Rückkehr in eine Beschäftigung erhöht werden. Zu diesem Zweck gibt es beim Jobcenter in Schaumburg ein fünfköpfiges Kompetenzteam, das sich speziell um diese Gruppe kümmert.


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