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14:23 22.06.2016
In der Paarungszeit laufen Bärenjungen Gefahr von männlichen Artgenossen getötet zu werden. Quelle: Andreas Gebert
London

Trotz einer natürlichen Scheu vor den Menschen setzten Bärinnen regelrechte "menschliche Schutzschilde" zum Wohle ihrer Jungen ein, heißt es in einer Studie, die am Mittwoch im britischen Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B" erschien. Die Erkenntnisse stützen die skandinavischen Wissenschaftler auf langjährige Beobachtungen von Bären in einem Waldin Schweden.

Bärenjungen droht in den ersten Monaten ihres Lebens eine große Gefahr durch Männchen, die sie zu töten versuchen. In der Paarungszeit von Mai bis Juli beißen sie die Bärenkinder tot, um deren Mütter wieder zur Fortpflanzung zu bewegen, denn Bärinnen mit Jungen sind normalerweise nicht paarungsbereit.

Männliche Bären bleiben auf Abstand zum Menschen

Die Bärenmütter in dem schwedischen Wald hielten sich in der riskanten Paarungszeit auffällig oft in der Nähe menschlicher Siedlungen auf, heißt es in der Studie. "Normalerweise halten sich Bären vom Menschen fern", sagte Studienautor Sam Steyaert der Nachrichtenagentur AFP. In der Nähe des Menschen fühlten sich Bärinnen mit Jungen offenbar aber vergleichsweise sicher vor den aggressiven Männchen, die den Menschen prinzipiell auf Distanz halten.

"Wenn die Paarungszeit vorbei ist, ändern die Bärinnen mit Jungen ihr Verhalten wieder", sagte Steyaert. Sie zögen sich dann wieder tiefer in den Wald zurück, weil von den Männchen keine Gefahr mehr ausgehe.

Für die Studie verfolgten die Forscher zwischen 2005 und 2012 insgesamt 26 Bärenmütter mit Hilfe eines Ortungssystems. 16 der Mütter brachten ihre Jungen durch. Zehn verloren sie. Die erfolgreichen Mütter hielten sich durchschnittlich nur 780 Meter von menschlichen Siedlungen entfernt auf. Bei den Müttern, die ihre Kinder verloren, waren es mit 1210 Metern deutlich mehr. 

AFP/RND

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