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Sorglose Studenten – die wenigsten sorgen für die Zukunft vor

Altersvorsorge Sorglose Studenten – die wenigsten sorgen für die Zukunft vor

Sie pauken für ihre Prüfungen und arbeiten an ihrer Karriere, doch mit der Vorsorge sieht es bei den meisten Studenten eher düster aus. Das hat jetzt eine Studie gezeigt, die der Finanzberater Swiss Life Select in Auftrag gegeben hat. 311 Studenten wurden dazu befragt.

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Quelle: @ ArturVerkhovetskiy - depositphotos.com

Budget reicht nicht aus

Und das Ergebnis ist recht eindeutig: Mehr als die Hälfte, genauer gesagt 55 Prozent von ihnen gaben an, dass sie sich für die Zukunft nicht ausreichend absichern. Jedoch nicht, weil sie sich prinzipiell gegen eine Altersvorsorge sträuben, sondern weil das nötige Kleingeld fehlt: Drei Viertel der Studenten nannten als Hauptgrund für ihre fehlende Vorsorge das knappe Budget. Von ihrem niedrigen Einkommen bleibt nichts übrig, was in die Altersvorsorge investiert werden kann. Außerdem sagt mehr als jeder Fünfte der Befragten, dass er sich zu wenig mit dem Thema Finanzen auskenne, um bei der Vorsorge die richtige Entscheidung zu treffen.

Dabei sind gerade die Jüngeren später einmal von Altersarmut betroffen und sollten deshalb unbedingt ein finanzielles Polster anlegen: Wie Experten jetzt berechnet haben, könnten die heutigen Ü-50er zwar immerhin noch gut 64 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens an Rente bekommen; die 20- bis 34-Jährigen sind jedoch perspektivisch deutlich schlechter dran und bekämen nach Hochrechnungen nur noch knapp 39 Prozent als gesetzliche Rente gezahlt. Umso wichtiger ist es, wissen Experten, sich ein zusätzliches Altersauskommen zu sichern.

Der Klassiker bleibt das Sparbuch

Die 45 Prozent der Studenten, die sich um eine Altersvorsorge bemühen, haben in der Mehrheit ein klassisches Sparbuch (38 Prozent). Der Studie zu Folge setzen 17 Prozent auf Tagesgeld und 14 Prozent auf das Bausparen. In Aktien oder Investmentfonds vertrauen nur sehr wenige Studenten – gerade einmal neun beziehungsweise sieben Prozent von ihnen investieren ihr Geld in solche Anlagen. Eine Lebensversicherung haben ebenfalls nur knapp zehn Prozent von ihnen abgeschlossen.

Besonderen Wert bei der Wahl der Altersvorsorge legen die Studenten auf die Sicherheit ihrer Anlage. Für nahezu die Hälfte von ihnen (43 Prozent) ist dies ausschlaggebendstes Kriterium bei der Wahl ihres Finanzpolsters für die Rente. Gut jeder Dritte setzt auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rendite, Flexibilität und Risiko und nur jeder Vierzehnte schaut bei der privaten Vorsorge auf die Rendite.

Experten raten jungen Leuten, so früh wie möglich Geld fürs Alter bei Seite zu legen – selbst wenn es sich nur um kleinere Beträge handelt. Die Summen, die verzinst werden, könnten schließlich auch später noch an die Einkommensverhältnisse angepasst werden. Es gelte das Credo: Jeder Euro zählt!

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