Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wissen WHO gibt Zika-Entwarnung für Olympia
Nachrichten Wissen WHO gibt Zika-Entwarnung für Olympia
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:53 15.06.2016
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät trotz des Zika-Virus nicht von einer Reise nach Brasilien ab. Quelle: Oscar Rivera
Genf

Gute Nachricht für alle Fans der Olympischen Spiele: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät trotz des Zika-Virus nicht von einer Reise nach Brasilien ab.

Das müssen Sie über das Zika-Virus wissen.

Auch bestehe kein Grund, das Sportereignis zu verlegen oder zu verschieben, entschied das Notfall-Komitee der WHO am Dienstag in Genf. Eine aktuelle Analyse der Lage zeige, dass die bisherigen Ratschläge über Vorsichtsmaßnahmen ausreichten. 

"Das Risiko einer weiteren internationalen Ausbreitung ist sehr gering", sagte der Chef des WHO-Notfall-Komitees, David Heymann. Speziell im südamerikanischen Winter, also zum Zeitpunkt der Spiele im August, sei die Intensität der Verbreitung schwach.   

Anzahl der Ansteckungen geht stark zurück

Das Virus grassiert laut WHO inzwischen in fast 60 Ländern. Eine Verlegung der Olympischen Spiele hätte damit keinen signifikanten Einfluss auf die Verbreitung der Krankheit. Unlängst hatten rund 200 Gesundheitsexperten in einem offenen Brief an die WHO für die räumliche oder zeitliche Verschiebung der Spiele plädiert, weil sie die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus sahen. Der Erreger kann unter anderem Schädelfehlbildungen bei Babys auslösenBrasiliens Regierung hatte zuletzt betont, dass die Zahl der Zika-Ansteckungen stark zurückgegangen sei.

Zwar könnten Massenveranstaltungen wie die Olympische Spiele bei der Übertragung von Krankheiten eine Rolle spielen. Bei Zika treffe dies aber nicht zu, so Heymann. "Das Risiko in Verbreitungsgebieten ist mit oder ohne Massenveranstaltungen gleich", heißt es in den aktualisierten Empfehlungen der WHO. Zugleich bekräftigte die WHO, dass weiterhin keine generelle Reisewarnung wegen Zika nötig sei. Das gelte auch für alle Städte in Brasilien, in denen die Olympischen und die Paralympischen Spiele stattfänden.

Schwangere sollen nicht in betroffene Gebiete reisen

Zu den Empfehlungen gehört weiterhin, dass Schwangere nicht in betroffene Gebiete reisen sollten. Schwangere sollen laut WHO außerdem nur "Safer Sex" praktizieren, wenn ihre Partner in betroffenen Gebieten leben oder aus solchen zurückkehren. Studien hatten gezeigt, dass das Virus der Überträger-Mücke länger als zunächst gedacht in Körperflüssigkeiten nachweisbar sei. Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet. Die WHO wies aber darauf hin, dass immer mehr Nachweise zeigen würden, dass Zika auch sexuell übertragbar sei.

Brasiliens OK-Chef Carlos Nuzman hatte zuletzt versichert, es gebe kein "Gesundheitsrisiko für die Öffentlichkeit" während der Spiele. "Das ist keine dramatische Sache, weil es Winter in Brasilien ist", sagte der Präsident des Organisationskomitees.

Der Deutsche Olympische Sportbund will seine Athleten mit regelmäßig aktualisierten Informationen über die Gefahren von Zika aufklären. Zudem mahnt der DOSB die Sportler zur Vorbeugung durch Insektenschutz. Das deutsche Olympia-Team wird mit dem Mückenschutzmittel "Anti-Brumm" ausgestattet.

dpa/RND

Gesunder und ausreichender Schlaf macht nicht nur wacher, sondern lässt Menschen einer Studie zufolge auch deutlich schlauer aussehen.

15.06.2016
Wissen Zukunftskongress in Wolfsburg - Wie Wissenschaftler unsere Zukunft sehen

In Kapseln reisen die Menschen in wenigen Minuten Hunderte Kilometer weit. Wer tatsächlich noch tanken muss, nutzt dafür das All. Und mit Hilfe einer Gentherapie bleiben alle ewig jung. Klingt unrealistisch? Das meinen längst nicht alle.

14.06.2016
Wissen Wanzenart Psallus varians - Wanzen beißen plötzlich Menschen

Dieses Beute-Schema verblüfft die Experten: Eine Weichwanzenart macht sich derzeit nicht wie üblich über Grünzeug und Blattläuse her, sie sticht vielmehr massenhaft Menschen. Eine Erklärung haben Fachleute nicht. Sie vermuten: Die Wetterkapriolen könnten schuld sein.

13.06.2016