Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rund um die Welt Warum Fliegen ohne Ausweis keine gute Idee ist
Reisereporter Rund um die Welt Warum Fliegen ohne Ausweis keine gute Idee ist
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:17 07.06.2018
Bitte einmal den Ausweis zeigen! - Identitätskontrollen an Flughäfen sind auch im Schengenraum jederzeit möglich. Quelle: Markus Scholz
Anzeige
Düsseldorf

Bei den großen Low-Cost-Airlines in Europa fliegen die meisten Reisenden nur mit Handgepäck. Wer dann online eincheckt, muss nicht zum Schalter und kann direkt zum Flugsteig gehen - ohne Ausweiskontrolle. Also den "Perso" zu Hause lassen? Besser nicht.

Bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums fänden in den meisten Fällen keine Grenzkontrollen statt, bestätigt zum Beispiel Eurowings. Jede Airline kann erst einmal selbst entscheiden, ob sie die Identität der Passagiere überprüft. Lediglich die Sicherheitskontrolle muss jeder Flugreisende definitiv hinter sich bringen, auch innerhalb des Schengen-Raums. Doch es gibt ein paar Besonderheiten.

"Reisende müssen ihre Identität nachweisen können", sagt Jan Bartholl, Rechtsanwalt für Reise- und Luftverkehrsrecht aus Berlin. In einigen europäischen Mitgliedsstaaten gilt sogar eine Mitführpflicht für den Personalausweis. "In Frankreich, Belgien und Spanien sind die Airlines verpflichtet, den Namen auf der Bordkarte abzugleichen", sagt Bartholl. Wegen Antiterrorgesetzen haben diese Länder vorübergehend Identitätskontrollen eingeführt.

Auch bei besonderen Anlässen wie einer Fußball-WM oder einem politischen Gipfeltreffen werden häufig Ausweiskontrollen an den Flughäfen vorgenommen. Zum Problem wird das zum Beispiel, wenn der Urlauber zwar noch ohne Ausweis in ein Land reist, sich aber während des Aufenthalts kurzfristig die Regeln ändern - auf dem Rückflug muss er dann womöglich doch ein gültiges Reisedokument vorweisen.

"Der Führerschein, Bank- und Kreditkarten oder Lohnsteuerkarten gehören nicht dazu", so Gero von Vegesack vom Bundespolizeipräsidium in Potsdam. Ersatzpapiere kann man im Notfall bei der deutschen Botschaft im Land beantragen. Doch das kostet Zeit und Geld.

In Deutschland kann die

Bundespolizei am Flughafen einen Passersatz ausstellen. Sie macht das aber nur, wenn vorläufige Reisedokumente von einer Passbehörde nicht mehr rechtzeitig vor Reiseantritt ankommen würden. Der Passersatz kostet acht Euro. Und die Reise damit erfolgt auf eigenes Risiko, was der Urlauber unterschreiben muss. "Nicht alle Staaten erkennen Ersatzpapiere an", sagt von Vegesack. Dazu zählen zum Beispiel die Türkei und Ägypten.

Ohne einen offiziellen Identitätsnachweises - etwa abgelaufener Reisepass, Personalausweis oder Geburtsurkunde - kann der Reiseausweis nicht ausgestellt werden. Wer auf den allerletzten Drücker am Schalter erscheint, muss ebenfalls am Boden bleiben.

Ohne Ausweis zu fliegen, ist also möglich - aber keine gute Idee. Kontrollen an den Flughäfen kann es immer geben, auch überraschend. Außerdem können die Sicherheitsbehörden der Schengen-Staaten jederzeit den Ausweis verlangen. "EU-Mitgliedsstaaten haben das nationale Recht, innerhalb des eigenen Hoheitsgebietes zu kontrollieren", sagt von Vegesack. Spätestens dann hat der Reisende ein Problem, wenn er keinen Ausweis dabei hat.

dpa

Weitwandern erfreut sich großer Beliebtheit, aber nicht jeder möchte gleich eine ganze Woche unterwegs sein. Im Tiroler Pillerseetal gibt es einen Weitwanderweg zum Schnuppern, den "WaiWi". Drei Tage braucht man für die Tour - doch die haben es in sich.

05.06.2018

Die Menschen auf Tokios glühenden Straßen schwitzen um die Wette, Abgase wabern bleischwer in der feuchtschwülen Luft, während die Klimaanlagen heiß laufen. Für Japan-Reisende ist im Sommer Vorsicht geboten. Worauf sie im Land der aufgehenden Sonne achten sollten.

05.06.2018
Rund um die Welt Bildung in Trekkingstiefeln - Wandern zwischen Natur und Kultur

Wanderurlaub oder Studienreise? Es geht beides gleichzeitig. Wer sowohl Bewegung schätzt als auch an Geschichte oder Architektur interessiert ist, kommt bei sogenannten Wanderstudienreisen auf seine Kosten. Darauf spezialisierte Anbieter sind aber rar gesät.

05.06.2018
Anzeige