Navigation:
AboPlus Anzeigen- und Abo-Service
Leserbrief / Bad Nenndorf

Baumfrevel in der Kurstadt


Zum Bericht „Kein Bürgerbegehren für die Blutbuchen“ vom 23. September:

Der Bericht zwingt mich zu einer erneuten Wortmeldung, um auf die Einlassungen des Vorstandsmitgliedes der Volksbank in Schaumburg eingehen zu können. Laut Aussage von Herrn Schreeck müsste die Bank auf 25 bis 30 Prozent der bebaubaren Fläche verzichten, falls die Buchen erhalten werden sollen. Es lässt sich nicht nachvollziehen, wie Herr Schreeck auf diese Zahl gekommen ist.

Die zur Verfügung stehende Grundstücksfläche beträgt 19 000 Quadratmeter. Herr Schreeck würde den Blutbuchen also runde 6 000 Quadratmeter opfern. Eine Fläche von 75 mal 75 Metern.
Die Lösung sieht so aus: Der von dem in Bankdiensten stehenden Architekten geplante Straßenverlauf in dem Gebiet „Westlich Kurpark“ müsste nur im Bereich der Buchen geändert werden, und zwar so, dass die Buchen einen großen, unbeeinträchtigten Standraum behalten.

Dieser müsste allseitig mindestens fünf Meter über den Kronentraufbereich hinausgehen. Das entspricht einer Fläche von insgesamt 750 Quadratmetern. Und wenn es 1 000 Quadratmeter wären, würde es sich nicht einmal um fünf Prozent der zur Parzellierung anstehenden 22 000 Quadratmeter handeln.

Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit zur Rettung der 90-jährigen Blutbuchen. Die ehemaligen Tennisplätze und unser Schwimmbadgelände liegen nämlich im Bereich der Flächen, für die eine städtebauliche Sanierung beschlossen ist. In der Rahmenplanung dazu ist von der Firma Infraplan aus Celle dieser Bereich als „Entwicklungsfläche zum Beispiel für Freizeit-/Erholungsnutzung mit Magnetfunktion“ vorgesehen. „Ergänzung durch Altenpflege, Praxen, Dienstleistungen“.

Keinesfalls wird eine Errichtung von Einfamilienhäusern dort in Erwägung gezogen. Und eine solche in der Planung befindliche städtebauliche Sanierung hat zur Folge, dass in den einzelnen Grundbüchern der betroffenen Grundstücke und Gebäude sofort ein entsprechender Vermerk eingetragen wird, der aussagt, dass Veränderungen, Verkäufe et cetera, bei der Stadt angekündigt und von ihr genehmigt werden müssen. Auch hier hätte also die Stadt den Fuß auf der Bremse, wenn sie wollte. Die Schuldigen sitzen im Rathaus. Man sollte sie mit Schimpf und Schande davonjagen.

Dorit Kosian, Bad Nenndorf

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • Baumfrevel wieder: Dorit Kosian – 13.10.10
    Mein vorstehend abgedruckter Leserbrief wurde von den SN zensiert. Es fehlt vor allem folgender Satz: "Die Rechenkünste von Herrn Schreeck beweisen einmal mehr, dass er die Buchen vernichten will und sich daher jedem noch so vernünftigen Argument verschließt."

    Wenn kritische Leserbriefe zensiert werden, sind wir weit genug.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Baumfrevel - Berichtigung Dorit Kosian – 13.10.10
    Ich muss eine Angabe in meinem Leserbrief korrigieren:
    Es handelt sich bei dem Baugebiet "Westlich-Kurpark" nicht um 22.000 qm, sondern um ca. 19.000 qm. Es würden also gerade mal 5 % dieser Fläche für den Erhalt der Blutbuchen benötigt.

    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein!

Leserbriefe einsenden

Leserbriefe einsenden

Schicken Sie uns Ihre Leserbriefe bequem via Internet über unser Online-Formular.

Leserbriefe an die SN

Leserbriefe an die SN

In der Rubrik "SN-Extras" finden Sie veröffentlichte Leserbriefe ab sofort auch online.



Top