Als etwas Anderes kann man die Diätenerhöhung nicht bezeichnen. Sie bezeichnen sich als Diener des Volkes. Ja, haben sie denn das Volk als ihren Arbeit- und Geldgeber gefragt, ob wir damit einverstanden sind?
Bei einer Nachfrage wurde mir erklärt, es würde eine Neidkampagne losgetreten, schließlich arbeiten sie zwischen 70 und 80 Stunden in der Woche. Und obendrein keine Diätenerhöhung für zwei Jahre. Die armen. Wo bitte sind dann die Resultate?
Einsparen, kürzen bei Menschen, die keine Lobby haben, bei Blinden, Kranken, Kindern, Arbeitslosen, Rentnern. „Da war noch eine monatliche Rentenerhöhung von wieviel Prozent? Gibt es noch Möglichkeiten zum Sparen? Oh ja, jetzt ist die Bundeswehr im Visier.
Wie wäre es einmal mit einer Abgeordnetendiät? Es würde sich schnell die Spreu vom Weizen trennen.
Aber es gibt auch Nettes zu berichten. Da werden Senioren für drei Tage nach Berlin kutschiert. Der Reichtstag muss besichtigt werden, eine Dampferfahrt auf der Spree, Beköstigung, Übernachtung. Mensch, da musst du mit. Alles umsonst. Ist der nicht nett? Der tut doch wenigstens was für uns. Gell, bei der nächsten Wahl ist das unser Kandidat. - Mit lererem Kopf nickt es sich leichter. Und zwischenzeitlich bekommt man Post, mit der Bitte um eine milde Gabe für die Partei.
Ich bin es leid, immer nur zu hören: „Da änderst du nichts, die da oben machen doch was sie wollen!“ Was ist nur aus unserem Volk der Dichter und Denker geworden? Hier geht es nicht um Neid, hier geht es um Gerechtigkeit!
Sonja Bellersern
Stadthagen