Dass von einer ,Vermaisung‘ Schaumburgs nicht die Rede sein könne – diese Aussage der Frau Schweer bedarf der Differenzierung. Denn im Umkreis von Biogasanlagen, wie zum Beispiel in der Samtgemeinde Nenndorf, hat der Maisanbau inzwischen ein Ausmaß angenommen, das vertretbar zu nennen, schwerfällt.
Vertretbar aber kann Maisanbau eigentlich nur sein, wenn Schutzgebiete, auch Landschaftsschutzgebiete, davon ausgenommen sind. Das gilt ebenso für nicht geschützte, hingegen durch landschaftliche Vielfalt und besondere Erholungseignung gekennzeichnete Bereiche sowie dem Wald direkt benachbarte Flächen.
Nicht akzeptabel ist dagegen, wenn Grünland, egal wo, zu diesem Zwecke umgebrochen wird, weil damit in jedem Fall eine erhebliche ökologische Beeinträchtigung vorliegt. Biogaserzeugung als alternative Energiequelle kann nur insoweit eine saubere Sache sein, wie der Schutz der Natur und Landschaft dabei gewährleistet ist.
Was offenbar viele vergessen haben: Wie aller Umweltschutz fängt auch Klimaschutz mit der Sicherung möglichst natürlicher Biotop-Flächen an. Maisanbau jedoch gehört definitiv nicht dazu.“
Michael Makus, Bad Nenndorf
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