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Zum Artikel „Am Ende fehlt die Euphorie“ vom 12. Juli

„Public Viewing“ in Lindhorst – eine eigentlich wirklich tolle Sache mal von der anderen Seite betrachtet

„Vielen Dank für das Verständnis der Nachbarn! Ein Satz, der sich beim ersten Hinhören richtig nett anhört. Hier einmal die Sichtweise der Nachbarn: Es geht um vier Wochen Public-Viewing. Genauer gesagt um 64 WM-Spiele.
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Wir reden hierbei von Veranstaltungen, die, von der Gemeinde Lindhorst genehmigt, bis 2 Uhr nachts andauern dürfen – egal ob wochentags oder am Wochenende. Wir reden von einer Geräuschkulisse von circa 13 Uhr bis zum Teil 2 Uhr nachts. Und das vier Wochen am Stück, zu Beginn der WM von montags bis sonntags.

Wir reden hierbei von der für Lindhorst ausdrücklich von 13 bis 15 Uhr geltenden Mittagspause. Wir reden von Menschen, die die Toilette nicht finden und stattdessen auf unsere Grundstücke oder an unsere Gebäude pinkeln. Und wir reden hier nicht von vier oder fünf Vorfällen! Wir reden von Beleidigungen bei dem Hinweis, dass sie dieses doch bitte unterlassen möchten.

Wir reden von Kindern, die nicht mehr im eigenen Kinderzimmer schlafen möchten, weil es nachts so laut ist, dass sie Angst haben. Wir reden von Lärmbelästigung durch Vuvuzelas - teilweise bis 2 Uhr nachts. Wir reden von Menschen, die am nächsten morgen um 5 Uhr aufstehen müssen. Wir reden von Bauzäunen, mit denen wir unsere Grundstücke vor Urin und anderen Körperflüssigkeiten schützen müssen (und man bedenke: wir befinden uns in Deutschland!)

Wir reden zudem noch von Partys, bei denen die Kaffeetassen im Schrank wackeln, wenn der DJ den Bass um 22 Uhr hochdreht. Für all das haben wir, ehrlich gesagt, wenig Verständnis!“

Christina Uchyla, Lindhorst


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