Es freut mich zu lesen, dass die Hohnhorster CDU den demografischen Wandel bemerkt hat. Aber ist es wirklich der richtige Weg, sich nur auf die Senioren zu konzentrieren? Der Bau von Pflegeeinrichtungen verspricht den Investoren bei fortschreitender Alterung der Gesellschaft und gleichzeitiger längerer Lebenserwartung sicher einen guten Ertrag. Aber hilft uns das, die dörflichen Gemeinschaften am Leben zu erhalten? Wohl kaum. Vielmehr muss es das Ziel sein, den jungen Menschen und Familien auf dem Land ein attraktives Umfeld zu bieten. Denn diese sind der Motor unserer Gemeinschaften. Mit ihrem Engagement halten sie die Dorfgemeinschaften am Leben. Sei es bei Aktionen zur Dorfverschönerung oder bei der Organisation von Veranstaltungen. Hier gilt es anzusetzen.
Besserer öffentlicher Nahverkehr, günstigere Baugebiete für Familien, schnelles Internet (das in Ohndorf nicht vorhanden ist und wohl auch so schnell nicht eingerichtet wird) sowie soziale, kulturelle und sportliche Angebote in den Dörfern für Kinder und Jugendliche, können die Orte attraktiver gestalten. Zusammen mit den Angeboten für die Senioren, wie etwa die von Herrn Drewes vorgeschlagenen Arztpraxen, Gemeindeschwestern, Betreuungseinrichtungen und vielleicht sogar kleinen Einzelhandel haben die Dörfer noch eine Chance.
Marco Thiele, Ohndorf
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