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Stadthagen/„i-Phone-Art“

Die Kunst steckt im Touchscreen


Dass die Schaumburger Wert auf altertümliche Kunst legen, zeigen die zahlreichen Weserrenaissance-Gebäude im Landkreis, aber auch am künstlerischen Fortschritt wird aktiv mitgewirkt. „i-Phone-Art“ heißt ein neuer Stil der Kunst.

Stadthagen (ffm). Und wie der Name schon sagt, wird dabei Kunst nicht etwa mit Pinsel und Farbe, sondern mit den Apple-Handys erzeugt. Ein Anwendungsprogramm, ein sogenanntes App, ermöglicht es, dass Künstler ihre Bilder mit dem Finger direkt auf das Display der Telefone malen können. Eine dieser „i-Phone“-Künstler ist die Stadthägerin Simone Kirschning. Im SNack-Interview sprach sie über kleine Bildschirme, die große Stadt New York und über die Bedeutung der neuen Technik für die Kunst der Zukunft.

„Es ist erstaunlich wie auf diesem kleinen Bildschirm, der grade mal 3,5 Zoll groß ist, ganze Gemälde mit riesigen Landschaften entstehen können“, erklärte Kirschning im Interview und führte aus: „Gemalt wird in Ebenen. Jedes Bild kann bis zu sechs Ebenen besitzen, wobei jede Ebene ihre eigene Struktur hat. Wenn man dann zum Schluss alle Ebenen zusammenfügt, erhält man das fertige Bild als Datei.“ Anschließend können die Bilder auf Leinwand gedruckt werden.

 

Die Handy-Kunst sei schon lange keine Randerscheinung mehr. „Die Szene werde immer größer, wie sich zum Beispiel im Oktober in New York zeigte“, sagte Kirschning. Bei der ersten internationalen Mobile-Art-Konferenz trafen sich zahlreiche „i-Phone“-Künstler aus der ganzen Welt. „Ich selbst konnte leider aus terminlichen Gründen nicht dabei sein, jedoch wurden drei Bilder von mir bei einer Ausstellung während der Konferenz gezeigt“, berichtete die Stadthägerin. Zudem wurde über das Internet ein Live-Stream geschaltet, damit auch Künstler, die nicht in New York waren, an der Konferenz teilnehmen konnten. Das Interesse an der Stil-Richtung sei enorm. Die sich größtenteils über das Internetforum www.flickr.com organisierenden Künstler hätten einen Zuwachs von 50 000 Mitgliedern seit dem vergangenen Jahr gemeldet, meinte Kirschning.

„Das Schöne an dieser Art der Malerei ist, dass jeder, der über ein App-taugliches Handy verfügt, an ihr teilhaben kann“, betonte die Künstlerin. So gebe es bereits zahlreiche Anleitungen von aktiven Künstlern, beispielsweise über Youtube-Videos, in denen vieles Schritt für Schritt erklärt werde.

Infos gibt es unter http://www.flickr.com/photos/simki68/

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