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Landkreis

Selbstversuch statt Komasaufen


Die einen versuchen es mit Projekten wie „Kunst gegen Komasaufen“, die anderen mit Alkohol-Simulatoren. Aber was kann man als Jugendlicher selbst machen, um sich davor zu schützen, mit Filmriss in der Notaufnahme auszuwachen? Wie findet man heraus, wann man die Flasche besser absetzen sollte? Gibt es da ein Rezept?
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Trinken bis zum Rausch: Zahlen der Krankenhauseinlieferungen wegen Alkoholmissbrauchs steigen.

© dpa

Landkreis. Wenn man beim Trinken seine Grenzen nicht kennt, landet man schnell mal mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhause. 58 Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren wurden in Schaumburg 2010 wegen Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus eingeliefert. Grund ist oft die Unerfahrenheit.

 Dass Alkohol ungesund ist, weiß mittlerweile fast jeder. Trotzdem hält es nur Wenige davon ab, zu tief ins Glas zu schauen. Damit das nicht irgendwann zum Problem wird, gibt es ein paar einfache Tipps. SNack hat bei der Drogen- und Jugendberatung in Stadthagen nachgefragt. Offen darüber sprechen

 Um für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sorgen, sei es wichtig, das Thema frühzeitig im Elternhaus anzusprechen, weiß Dominika Lachowicz, Präventionsfachkraft der diakonischen Drogen- und Suchtberatungsstelle in Stadthagen. „Fast alle Jugendlichen bringen viele Erfahrungen aus ihren Elternhäusern, von Familienfeiern und Geburtstagen mit. „Das können selbstverständlich auch negative Beispiele sein“, sagt sie. Für Workshops geht sie auch an Schulen und spricht mit Schülern ab der siebten Klasse. Gemeinsam wird dort über Trinkregeln und Grenzen gesprochen. Um den richtigen Umgang zu lernen, ist es also wichtig, sich frühzeitig damit zu beschäftigen, Fragen zu stellen. Letztendlich hilft aber nur der vorsichtige Selbstversuch, meint sie.

 Wie kann das aussehen? Langsam, in Maßen und am besten umgeben von Leuten, die man kennt, und denen man vertrauen kann. Schließlich weiß man am Anfang nie, wie der Körper auf den Alkohol reagiert und oft setzt die Wirkung erst zeitverzögert ein. Ein Geheimrezept gibt es nicht, reine Verbote der Eltern gehen aber oft nach hinten los. „Halt-Projekt“

 Seit einiger Zeit läuft das „Halt-Projekt“ der Beratungsstelle. In Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern soll Jugendlichen geholfen werden, die nach Alkoholmissbrauch im Krankenhaus aufwachen. „Nachdem sie wieder einigermaßen klar denken können, bietet ihnen das dortige Personal die Vermittlung an unsere Beratungsstelle an“, so Lachowicz. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig.

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