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Der Blick über den Zaun


Im November-Forum des Mehrgenerationenhauses (MGH) Stadthagen berichtete Gudrun Pomplun von einem Gesprächskreis an Demenz Erkrankter mit Frühdiagnose in Minden. Dieser Kreis trifft sich regelmäßig. Mit ihm wurde ein Treffen in Stadthagen vereinbart. Ferner informierte sie über ein Projekt „Sport mit Dementen“ in Bad Oeynhausen, in dem die Kranken in ihren alten Gruppen verbleiben können, sodass Kranke und Gesunde gemeinsam üben und Gesunde für diese Krankheit sensibilisiert werden.

Von Doris Goerges

„Die Krankheit erkennen und offen damit umgehen, das erleichtert die Integration der Erkrankten“, mahnte Pomplun. Ansprechpartner für ein ähnliches Projekt wäre die Arbeitsgemeinschaft der Sportvereine. Das MGH bietet Mitarbeit und Räume für entsprechende Veranstaltungen an. „Menschen, die mit Dementen arbeiten, bekommen ganz viel zurück“, erzählte Pomplun von ihren Erfahrungen.

Der EDV-Schnupperkreis stößt auf reges Interesse und läuft auch weiterhin. Michael Schalich erwähnte, dass zurzeit mit großer Begeisterung Weihnachtskarten hergestellt werden. Der neu gewählte Seniorenbeirat hat sechs neue Mitglieder bekommen. „Die Spitze blieb unverändert. Es gab ausreichend Bewerber und auch kein Problem, genügend Nachrücker zu finden“, sagte Jürgens. Er wies noch einmal darauf hin, dass die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) ältere Schüler als Multiplikatoren ausbildet, um jüngere Schüler an das Lesen heranzuführen. „Kinder lesen heute zu wenig. Ältere Schüler könnten die jüngeren besser motivieren. Sie würden auf diesem Wege auch mit dem Ehrenamt vertraut.“

Klaus Strempel berichtete, dass es auf Bundes- und Länderebene verschiedene Ansätze gibt, um auch ab 2013 förderungswürdige Projekte der Mehrgenerationenhäuser (MGH) finanziell zu unterstützen. Gut angenommen werden im MGH Stadthagen die unterschiedlichen Frühstücksangebote. Zum internationalen Frühstück kommen beispielsweise inzwischen knapp 100 Besucher. Das Mischungsverhältnis in der Gruppe ist sehr gut. Es sind nicht nur alle Generationen vertreten, sondern dadurch, dass der Integrationsbeirat Veranstalter ist, sind auch alle hier lebenden Bevölkerungsgruppen angesprochen. Ganz gleich, ob Frauen- oder Familienfrühstück, alle Veranstaltungen sind offen, jeder kann kommen. Für Kinderbetreuung ist gesorgt.

Ein besonders attraktives Angebot zum Kennenlernen ist das Erzählcafé. Einheimische und Menschen mit Migrationshintergrund können vom Weggehen und Ankommen erzählen, andere Lebensgeschichten erfahren und verstehen. Sie können sich austauschen und bekommen vielleicht Anregungen. Schon Wilhelm Busch pflegte den „Blick über den Zaun“.

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