Eine gute Tradition findet ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. Zum 17. Mal rufen die Schaumburger Nachrichten in dieser Vorweihnachtszeit unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf.
Aus heiterem Himmel stand plötzlich das Leben von André B. auf der Kippe. Die Ärzte diagnostizierten erst einen Hitzschlag, dann Leberversagen. Während Mandy B. um ihren Mann bangte, erlitt auch ihr sechsjähriger Sohn Damian einen Zusammenbruch.
Ein gebrauchtes Auto musste her und auf „Links-Gaspedal“ umgerüstet werden. Gerd Sch. (55) hat vor einem Jahr sein rechtes Bein verloren. Der frühere Bauarbeiter, der in einem Ort mitten im Schaumburger Land wohnt, hatte sich im Krankenhaus eine üble bakterielle Infektion eingefangen, deren tragisches Ende die Amputation war.
Das Einkommen, das der sechsköpfigen Familie F. aus einem kleinen Dorf im Landkreis Schaumburg zur Verfügung steht, reicht mit knapper Not so hin. „Dies ist ein Beispiel für nicht wenige, bei denen das Einkommen hauchdünn über der Grenze liegt, unter der es ergänzende staatliche Hilfe gibt“, erläuterte die zuständige Sozialbetreuerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo): „Es reicht gerade so, aber es darf halt nichts außerhalb der Reihe passieren.“
Richtig aufwärts geht es für Melanie P. noch nicht. Sie hat aber zumindest ihr Kämpferherz nicht verloren: „Ich würde gerne meinen Kindern endlich mal wieder etwas zu Weihnachten schenken können.“
Plötzlich ist alles auf einmal gekommen. Peter F. (57) und Anne Z. (42) hatten vor sechs Jahren gerade glücklich geheiratet und ihren ersten Sohn bekommen. Da setzte das Schicksal schwere Kontrapunkte, die Problemspirale nahm ihren Lauf.
Kindern eine Freude machen – das ist der Sinn, der hinter dem Wunschbaum steckt, der auch dieses Jahr am Freitag, 25. November, von den Schaumburger Nachrichten in deren Geschäftsstelle in Stadthagen, Am Markt 12-14, aufgestellt wird.