Doch Sandra P. (23) und deren Lebenspartner Daniel Z. (24), Eltern von zwei Kleinkindern, haben kein Geld, um mit den notwendigsten Renovierungen auch nur anfangen zu können.Sandra P. war mitten in einer Ausbildung zur Bäckerei-Fachverkäuferin, als sie vor drei Jahren erstmals schwanger wurde. Im September dieses Jahres kam das zweite Kind zur Welt. Ihre Ausbildung hat sie bisher nicht beenden können. „Ich habe den Ehrgeiz, das wieder aufzunehmen, sobald es geht“, sagt sie.
Derzeit aber verdient die junge Frau kein Geld, genauso wie ihr Lebenspartner. Dieser ist amtlich bekundet erwerbsunfähig, wie eine Familienbetreuerin des Caritas-Verbandes berichtet. Daniel Z. leidet seit seinem 16. Lebensjahr an Depressionen. Mutter und Stiefvater waren Alkoholiker, oft hoffnugslos zerstritten und sind beide verstorben, als Daniel Z. noch Jugendlicher war. „Der junge Mann ist traumatisiert“, sagt die Caritas-Expertin, „er steht jetzt auf einer Warteliste für eine Therapie.“
Jahrelang lebte Daniel Z. bei seinen Großeltern in besagtem Haus. Der demente Opa und die an Krebs erkrankte Oma pflegte er dort bis zu deren Tod. „Das war für ihn eine Selbstverständlichkeit“, erzählt Sandra P.: „Seine Großmutter war immer wie eine Mama zu ihm.“
Von den Großeltern erbte Daniel Z. das alte Haus. Für das Grundstück muss er 400 Euro monatlich Erbpacht bezahlen. Dem stehen etwas höhere Einnahmen aus Mieten für zwei kleine Wohnungen im Keller und im Erdgeschoss entgegen. Dies alles wird in die „HartzIV“-Berechnung einbezogen, sodass für die Lebensgemeinschaft monatlich 820 Euro bleiben, wie die Caritas-Beraterin vorrechnet.
Das reicht nur unter allergrößter Sparsamkeit zur Versorgung mit Essen und Kleidung. „Am Monatsende wird es regelmäßig ganz knapp“, berichtet die junge Mutter. An die Renovierung der brüchigen Fensterrahmen, die teilweise gar nicht mehr richtig zu schließen sind, oder den Austausch der Heizungsanlage ist überhaupt nicht zu denken.
Vor einiger Zeit hat das Energieunternehmen den Strom abgeschaltet, weil das Paar die Rechnungen nicht mehr bezahlen konnte. „Das ist besonders für das Kleinkind und das Baby in dieser kalten Jahreszeit natürlich schlimm“, so die Caritas-Beraterin. Speziell diese akute Situation mache die Familie zu einem Fall für die „Weihnachtshilfe“: „Dann können zumindest die Stromrechnungen beglichen werden, damit die Heizung schnell wieder angestellt wird.“
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