Navigation:
AboPlus Anzeigen- und Abo-Service
Schaumburg Nenndorf Nenndorf Bad Nenndorf

Waltringhausen

Erst Gutes tun – der Job kann warten

Waltringhausen. Tansania ist ein Land in Ostafrika. Es ist zweieinhalb mal so groß wie Deutschland, aber dort leben nur halb so viele Menschen. Tansania ist reich an Attraktionen. Dort liegt die Serengeti, der Kilimandscharo und der Viktoriasee. Die Insel Sansibar, die ebenfalls zu Tansania gehört, hat kilometerweite weiße Sandstrände zu bieten. Aber Tansania zählt gleichzeitig zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Aids-Rate beträgt 8,8 Prozent. Dadurch bleiben viele Waisen zurück, deren Eltern an der Immunschwäche gestorben sind. Wiebke Schaper, ehemalige Waltringhäuserin, will diesen Kindern helfen.

Fröhliche Gesichter im Kinderdorf: In der Region Iringa in Tansania leben mittlerweile 40 000 Aidswaisen. Sie leben in Einrichtungen wie dem „Amani Orphans Home“, dem Ziel Wiebke Schapers.

© Pr.
Lesezeichen setzen:

Vor dem Einstieg in den Beruf noch einmal etwas Großes leisten: das hat sich Wiebke Schaper vorgenommen. Die 28-jährige Hannoveranerin stammt aus Waltringhausen. Nach dem Abitur am Gymnasium Bad Nenndorf ging sie für zehn Monate nach England und leistete dort einen ersten Freiwilligendienst, kümmerte sich um Kinder mit Lernschwierigkeiten und Epilepsie. Darauf folgten ein Studium der Sozialpädagogik in Hannover und ein Referendariat an der Schule am Deister in Bad Nenndorf.

Doch der Job kann warten. Schaper möchte vorher noch einmal „woanders sozial“ sein. „Das ist sinnvoll“, sagt die angehende Sonderschulpädagogin. Deshalb beschloss Schaper nach einer Informationsveranstaltung über das EU-Projekt „Weltwärts“ mit der Organisation Service Civil International, die ihr bereits positiv bekannt war, nach Tansania in die Region Iringa zu gehen. Durch die Gegend läuft eine internationale Handelsstraße, die vom Regierungssitz Daressalam nach Sambia führt. Nicht zuletzt dadurch blühe in diesem Gebiet das Prostitutionsgewerbe, so Schaper.

Als Folge seien in diesem Gebiet schätzungsweise 50 Prozent der Menschen HIV-positiv, hat Schaper erfahren. Der Virus habe in dieser Region 40 000 Aidswaisen hinterlassen – bei insgesamt 1,5 Millionen Einwohnern. 18 000 Kinder haben dabei beide Elternteile verloren. Diesen Mädchen und Jungen stehen 500 Betreuer zur Verfügung. Einer von ihnen wird Wiebke Schaper sein, die Aidswaisen in dem Kinderdorf „Amani Orphans Home“ unterrichten wird.

Das Dorf liegt 40 Kilometer beziehungsweise zwei Stunden Fahrzeit von der nächsten Stadt entfernt. Dort wird sie elf Monate lang 40 Kinder betreuen. Unterstützung erhält sie dabei von Jan Ellers, einem Zivildienstleistenden aus Heidelberg, der in seiner Freizeit Pfadfinder betreut.

Die Schulbildung in Tansania ist generell schlecht. 60 Kinder teilen sich normalerweise ein Klassenzimmer. In „Amani Orphans Home“ sind die Mädchen und Jungen auf vier Häuser verteilt und werden von einer Hausmutter betreut, die unter anderem für sie kocht. Das Kinderdorf wird mit Spenden aus Deutschland finanziert, soll aber eines Tages selbstständig werden – nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Menschen leben laut Schaper allerdings schon jetzt ziemlich autark, betreiben Landwirtschaft und besitzen eine Biogas- und Solaranlage.

Wiebke Schaper fliegt am 15. November ab Frankfurt über Kairo nach Daressalam. Von dort geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kinderdorf. Sie steckt bereits im Vorbereitungsstress. Bis zum 27. August gehen ihre Abschlussprüfungen für das Sozialpädagogikstudium. Weiterhin muss sie sich impfen lassen und einen Spenderkreis aufbauen. Die Organisation Service Civil International übernimmt nur 75 Prozent der Kosten für die Aktion. Schaper geht es aber nicht prinzipiell um das Geld. Sie möchte das „Projekt präsentieren“ und sich so auch damit „identifizieren“. „Wer spendet, weiß wo das Geld landet.“ Schaper will regelmäßig E-Mails und Fotos an die Sponsoren dieses Projektes senden und diese auf dem Laufenden halten. Insgesamt muss sie 1800 Euro zusammenbekommen. „Sollte mehr gespendet werden, wird der Rest in Unterrichtsmaterial investiert“, sagt die 28-Jährige. Als künftige Sportlehrerin ist sie auch noch auf der Suche nach einem „Sprungtuch“ für den Sportunterricht in Tansania. Wiebke Schaper kann unter der Telefonnummer (01 63) 6 69 53 64 sowie per E-Mail an Wiebke.Schaper@web.de kontaktiert werden. Spenden werden bei der Sparkasse Schaumburg auf die Kontonummer 313 026 403 unter der Bankleitzahl 255 514 80 entgegengenommen. bele

Die SN berichten auf ihren Seiten und im Internet unter der Rubrik „Post aus Tansania“ in den kommenden Monaten von den Erlebnissen Wiebke Schapers in Afrika.


Kommentar schreiben

Schützenfest 2010

Die Beilage zum Schützenfest in Stadthagen 2010 können Sie sich hier auch online anschauen. mehr


 

Leserbriefe online

Leserbriefe an die SN

Leserbriefe an die SN

In der Rubrik "SN-Extras" finden Sie veröffentlichte Leserbriefe ab sofort auch online. mehr


 

Welttrainer 2010




zur Webseite miss-schaumburg.de

Miss Schaumburg

Jetzt geht’s wieder los! Die Schaumburger Nachrichten suchen zum zweiten Mal das hübscheste Gesicht im Schaumburger Land. Infos zum Bewerbungsstart gibt es hier. mehr


 

SN-Abo-Service

SN Heimat erleben

SN-Abo-Service Erreichbarkeit

Jetzt neu: Der SN-Abo-Service ist telefonisch schon ab 6 Uhr unter 0180/100 10 21* zu erreichen (*3,9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, 42 Cent/Min. Mobilfunkhöchstpreis). Im Internet ist der Abo-Service online 24 Stunden erreichbar. mehr


 

Karte (Aus der Region)

SN-Online Sachsenhagen Niedernwöhren Lindhorst Bad Nenndorf Bückeburg Nienstädt Stadthagen Rodenberg Obernkirchen Auetal Bad Eilsen Rinteln

Aktuelle Ausgabe und Archiv

SN-Kinderglück

SN-Babyglück

In jeder Woche erblicken im Kreiskrankenhaus Stadthagen und im Bückeburger Krankenhaus Bethel Babys das Licht der Welt. mehr


 

SN-Bildergalerien

Nichts als Bilder

Wenn ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, dann verraten unsere Bildergalerien bald Tausende von Sätzen. Unsere Fotostrecken sind bunt, kurios, anrührend und häufig witzig. Wir zeigen Bilder der besten Fotografen und von unseren Lesern. mehr