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2015: Schon über 100 Stunden im Einsatz

Rolfshäger Feuerwehr blickt auf 2014 zurück 2015: Schon über 100 Stunden im Einsatz

Für die Stützpunktfeuerwehr Rolfshagen ist 2014 ein ruhiges Jahr gewesen. Das hat Ortsbrandmeister Stephan Meier während der Hauptversammlung im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“ am Sonnabend festgestellt.

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Der Rest eines Lastwagen-Führerhauses wird am Morgen nach zwei Unfällen auf der A 2 in der vergangenen Woche abtransportiert – man kann sich nur ungefähr vorstellen, was die eingesetzten Feuerwehrmitglieder zum Teil aushalten müssen.

Quelle: tol

Rolfshagen. 41 Dienste laut Plan und 228,5 Einsatzstunden hatten die 27 Aktiven abgearbeitet. „Aber in der vergangenen Woche hatten wir bereits über 100 Einsatzstunden“, stellte Gruppenführer Siegfried Idzinsky fest.

 Die beiden Großeinsätze auf der Autobahn am vergangenen Donnerstag haben die Rolfshäger Einsatzkräfte nicht nur psychisch belastet, denn es waren Tote zu bergen und Verletzte zu versorgen, sondern auch körperlich. Denn beide Einsätze liefen mitten in der Nacht. „Als ich vom ersten Unfall abgerückt war und gerade etwas geschlafen hatte, rief mich der Ortsbrandmeister an und bat darum, dass ich die Aktiven mit Kaffee versorge. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nichts von dem zweiten Einsatz“, erzählt Simone Iselt. Sofort sei sie in das Feuerwehrgerätehaus gefahren, habe Kaffee gekocht und diesen zur Einsatzstelle gebracht.

 Bei der Fahrt zurück wurde sie, obwohl sie mit Sondersignalen, also mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn, unterwegs war, von einem Auto übersehen und „gerammt“. Dabei wurde die Feuerwehrfrau verletzt. „Das ist schon alles wieder gut. Alles halb so schlimm“, sagte Iselt bei der Versammlung, aber man sah ihr an, dass sie Schmerzen hat. „Mit Tabletten geht es. Aber eine Schulterprellung ist schon schmerzhaft“, so Iselt.

 Doch die Verletzung der Feuerwehrfrau ist nicht der einzige große Nachteil, der der Ortsfeuerwehr durch den Einsatz entstanden ist. Es gibt da noch den erheblichen Schaden am Mannschaftstransportwagen (MTW).

 Da das Fahrzeug eine Anschaffung der Ortsfeuerwehr ist und sicher durch die Versicherung nicht der gesamte Schaden reguliert wird, wissen die Einsatzkräfte nicht, ob ihnen ihr MTW künftig wieder zur Verfügung steht. „Wir appellieren an die Gemeinde und alle Zuständigen, dass sie uns unterstützen und das MTW in den Gemeindebestand übernehmen, um dann die Reparaturkosten zu übernehmen“, so Idzinsky.

 Mit dem MTW werden die Feuerwehrleute zum Einsatzort gefahren, die nicht mit dem ersten Feuerwehrfahrzeug mitfahren konnten. „Ohne den MTW fehlen uns Transportmöglichkeiten und damit Einsatzkräfte vor Ort“, erklärte Idzinsky noch einmal die Wichtigkeit.

 Personell ist die Stützpunktwehr in Rolfshagen gut aufgestellt. 27 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren und immer wieder „Nachrücker“ aus der Jugendfeuerwehr lassen den Ortsbrandmeister zuversichtlich in die Zukunft schauen. Der Ausbildungsstand ist ebenfalls gut.

 In der Jugendfeuerwehr sind derzeit elf „Nachwuchslöscher“ aktiv. Zum neuen Jugendfeuerwehrwart wurde Frank Struckmeier gewählt. Ralf Kopczinsky bleibt Gerätewart, und Michael Idzinsky löste Ulf Kessler als Sicherheitsbeauftragter ab.

 Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Rüdiger Teich geehrt. Heinrich Jürgen Ebeling erhält die gleiche Auszeichnung später, da er verhindert war. Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Burkhard Hahn das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Heinrich Büthe geehrt, der viele Jahre aktiv in der Ortsfeuerwehr Rolfshagen war. Für 50-jährige Mitgliedschaft konnten Wilhelm Tünnermann und Ludwig Büthe geehrt werden, Dirk Möller für 40 Jahre und Georg Söffker für 25 Jahre.

 Johanna Kniffka bekam die Jugendflamme überreicht. „Die hat Johanna nach nur vier Wochen bei der Jugendfeuerwehr geschafft. Das war einfach klasse“, lobte Jugendwart Frank Struckmeier.

 Der Rest eines Lastwagen-Führerhauses wird am Morgen nach zwei Unfällen auf der A2 in der vergangenen Woche abtransportiert – man kann sich nur ungefähr vorstellen, was die eingesetzten Feuerwehrmitglieder zum Teil aushalten müssen.  la

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