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33 Jahre Lobbyarbeit für die Natur

Landkreis / Engagement 33 Jahre Lobbyarbeit für die Natur

Mit dem Naturschutz im Landkreis Schaumburg verbindet man besonders einen Namen: Bruno Scheel. Sein kompetentes Engagement in Naturschutzfragen und sein seit so vielen Jahren ungebremster persönlicher Einsatz für Unken, Fledermäuse und Co. sind einzigartig.

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„Was würden wir ohne ihn machen?“ Bruno Scheel.

Quelle: rnk

Landkreis. Auf der Landesvertreterversammlung des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen bekam der Naturschüutzer deshalb eine hohe Auszeichnung: Scheel erhielt vom Landesvorsitzenden Holger Buschmann die goldene Ehrennadel.

 Seit 1980 ist Scheel im Naturschutzbund und wurde auch sofort aktiv: Er initiierte 1981 die Gründung der Ortsgruppe Auetal, weil er erkannte, dass Naturschutz eine Lobby braucht.

 Seitdem leistet er unermüdlich vor allem praktische Naturschutzarbeit. Seit 1984 ist er aktiv im Nabu-Kreisverband Schaumburg. Seit vielen Jahren ist er dort der stellvertretende Vorsitzende.

 Sein besonderer Verdienst ist die Rettung der Gelbbauchunken auf dem Bückeberg. Rein ehrenamtlich, aber sozusagen als zweiter Vollzeitjob erfasst er jährlich durch eine Kartierung die aktuellen Zahlen der Gelbbauchunken, aktualisiert das Bestandsregister, begleitet Maßnahmen wie das Anlegen von Laichgewässern und das Entkusseln des Geländes, also eine Form der Kulturlandschaftspflege zur Offenhaltung von Mager- und Trockenrasen oder Feuchtwiesen. Als es darum ging, einen Teil des Steinbruchs für die derzeit dort lebenden Sorraia-Pferde einzuzäunen, packte er das auch persönlich an und setzte Zaunpfosten oder schnitt den Elektrozaun von Gestrüpp frei.

 Unter Bruno Scheels Führung kann man den Steinbruch Liekwegen erleben. Jährlich führt er viele Gruppen durch das Gebiet, das so schützenswert ist, da es nicht nur einen einzigartigen Lebensraum für die Gelbbauchunken, sondern auch für andere Amphibien wie Molche und Salamander sowie für viele unterschiedliche Vögel und Insekten bietet. Auch hier betreibt er – wiederum sehr praktisch und anschaulich – Lobbyarbeit für die Natur. Inzwischen ist das Gelbbauchunkenprojekt keinesfalls mehr auf den Steinbruch bei Liekwegen begrenzt. Vielmehr ist daraus ein bedeutendes, länderübergreifendes Projekt bis nach Nordrhein-Westfalen und Nordhessen geworden.

 Scheel ist des Weiteren Mitautor des 2006 erschienenen Buches „Amphibien und Reptilien im Schaumburger Land und am Steinhuder Meer“, das das Ergebnis einer langjährigen Bestandsaufnahme ist. Zahlreiche Abbildungen darin stammen von ihm, denn er ist auch passionierter Naturfotograf.

 Überdies führt er als Radsportler die Nabu-Radgruppe Niedersachsen an, die weltweit bei Radrennen dabei ist.

 Die Vorsitzende des Schaumburger Nabu-Kreisverbandes, Petra Sittig, freut sich über die Ehrung von Bruno Scheel und meint: „Das wurde auch Zeit. Ich hatte ihm Gold schon vor zehn Jahren verliehen.“ Für sie „ist und bleibt Bruno wirklich der coolste Naturschützer, den ich kenne. Was würden wir ohne ihn machen?“  rnk

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