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Auetaler müssen sich an geringere Standards gewöhnen

Auetal-Rehren / Ergebnishaushalt Auetaler müssen sich an geringere Standards gewöhnen

Die Gemeinde Auetal wird 2012 einen Kredit in Höhe von 890000 Euro aufnehmen. Außerdem wurde eine 20-prozentige Kürzung in allen Bereichen vorgenommen, und einige geplante Projekte wurden verschoben, damit die Kreditaufnahme nicht noch höher ausfallen muss.

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ManfredSpenner (SPD)

Auetal-Rehren (la). Obwohl nicht alle Ratsfraktionen mit der Finanzsituation und dem Haushaltsentwurf der Verwaltung zu 100 Prozent zufrieden waren, stimmten während der Ratssitzung am Donnerstag alle zu.

 In einer 20-minütigen Haushaltsrede hatte Bürgermeister Thomas Priemer die derzeitige Finanzsituation erläutert: „Die Doppik ist da und wird uns nicht mehr loslassen. Sie bringt uns allerdings nicht mehr, sondern eher weniger Geld in die Kasse.“ Allerdings gehe die Gemeinde Auetal ohne Altlasten oder Kassenkredite in das Zeitalter der Doppik. „Ohne Kürzungen geht es aber in den nächsten Jahren nicht“, so Priemer. Daher habe die Verwaltung eine 20-prozentige Kürzung in fast allen Bereichen vorgeschlagen und damit rund 60000 Euro im Ergebnishaushalt eingespart. „Es bleibt abzuwarten, ob die Bürger den Abbau von Standards überhaupt bemerken“, so der Bürgermeister.

 Der Haushaltsplan sei solide und seriös gerechnet und biete Gestaltungsfreiheit. Einer Kreditaufnahme von 890000 Euro stehe eine Tilgung von 280000 Euro gegenüber. „Es ist uns ernst mit der Entschuldung“, stellte Priemer fest. 1,183 Millionen Euro würden 2012 investiert und davon würden 281000 Euro aus Landesförderungen finanziert. Ziel sei es, bis 2015 nicht mehr Kredite aufzunehmen, als Tilgungen vorgenommen werden könnten.

 Manfred Spenner (SPD/Grüne) stellte fest, dass Rat und Verwaltung sich in den nächsten Jahren einer großen Herausforderung stellen müssten. „Die Kürzungen um 20 Prozent sind notwendig gewesen“, so Spenner. Niemand sei davon verschont geblieben, aber es würde auch niemand geschröpft. Eine Kreditaufnahme von jährlich 300000 Euro müsse die Gemeinde für die nächsten Jahre einplanen.

 Christian Wenthe stellte fest, dass die CDU-Fraktion die Kürzung um 20 Prozent bei den Standards als kritisch ansehe. „Wir haben keine genaue Kenntnis davon, wo gespart wird“, so Wenthe. Auch ergebe es keinen Sinn, einige geplante Investitionen auf 2013 zu verschieben. „Dann müssen wir auch einen Kredit dafür aufnehmen“, stellte Wenthe fest. Mit dem Geld, dass man bei den Energiekosten einsparen könnte, wenn man die Heizung im Feuerwehrhaus in Schoholtensen und die Fenster in der Kindertagesstätte Rolfshagen jetzt erneuern würde, könne man bereits die anfallenden Kreditzinsen bezahlen. Überhaupt keine finanziellen Möglichkeiten sieht die CDU für den Bau einer neuen Sporthalle.

 Heinrich Wente (WGA) begrüßte die Einführung der Doppik. „Die Doppik schafft mehr Transparenz“, so Wente. Sie weise sowohl das Vermögen als auch Schulden in der Bilanz aus und entspreche weitgehend der kaufmännischen Buchführung. Da der Ergebnishaushalt 2012 zunächst ein Defizit von 370000 Euro ausgewiesen habe und das der Fraktion zu hoch erschien sei, habe man die Senkung der kürzungsfähigen Ansätze beschlossen. Ein Defizit von 315000 Euro sei zwar noch immer zu hoch, aber es sei keine Wahl geblieben. „Mit ein wenig Optimismus sehen wir, wie im Vorjahr, eine Tendenz in Richtung ,schwarze Null‘“, betonte Wente.

 Die Verschiebung der geplanten Maßnahmen in Schoholtensen und der Kita Rolfshagen sehe die WGA ebenso wie die CDU-Fraktion. „Sowohl die Fenster als auch die Heizung werden im nächsten Jahr nicht billiger, und auch bei der Zinsentwicklung dürfte es keine Luft mehr nach unten geben“, stellte Wente fest.

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