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Betreiber droht mit Schließung

Postenbörse Rehren Betreiber droht mit Schließung

Die Auetaler sind irritiert. Seit einigen Tagen hängt ein Schild an der „Posten-Börse“ im Rehrener Gewerbegebiet, das viele beunruhigt, denn für viele Auetaler ist das Geschäft ein wichtiger Nahversorger im Nonfood-Bereich geworden.

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„Wir müssen schließen“ – provokant weist die Posten Börse in Rehren auf ihr Problem hin.

Quelle: LA

REHREN. „Wir müssen schließen! Der Landkreis Schaumburg gewährt uns keinen notwendigen Spielraum, um unser sehr erfolgreiches, kundenorientiertes Geschäftsmodell hier an dieser Stelle weiterzuentwickeln, auszubauen beziehungsweise zu erweitern.“ So lautet der Text auf dem Plakat, doch was hat es damit auf sich?

Antrag wurde abgelehnt

2015 hat die „Posten-Börse“ in Rehren im ehemaligen Aldi eröffnet. 756 Quadratmeter Verkaufsfläche und 119 Quadratmeter Lagerraum stehen dem Geschäft zur Verfügung. „Wir benötigen bei unserem Konzept kaum Lagerraum, hätten gerne mehr Verkaufsfläche“, erklärte Peter Selter von der Expo Börse GmbH, die die „Posten-Börse“ betreibt. Daher habe man 2015 beim Landkreis Schaumburg einen Bauantrag gestellt, um die vorhandene Lagerfläche umnutzen zu können. „Dieser Antrag wurde abgelehnt“, so Selter.

Zunächst habe man dann versucht, mit dem Platz auszukommen. „Wir wollten sehen, wie die Abläufe funktionieren“, so Selter. Allerdings habe man festgestellt, dass man mehr Verkaufsfläche braucht, um den Wünschen der Kunden gerecht zu werden und die Abläufe für die acht Mitarbeiter praktikabel zu machen.

Bauplanrechtlich nicht zulässig

Abgelehnt hatte der Landkreis den Antrag, weil die Verkaufsfläche nach einer Erweiterung um den Lagerraum 800 Quadratmeter überschreiten würde. „Das ist bauplanrechtlich für dieses Gewerbegebiet nicht zulässig. Die Grenze liegt bei 800 Quadratmetern“, erklärte Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises. Die Bauleitplanung sei ein hohes Gut und könne nicht einfach missachtet werden.

„Allerdings gibt es immer Spielräume, und die können wir gerne mit der Firma Expo Börse erörtern“, bot Heimann an. Man habe bereits angeboten, dass eine vorübergehende Nutzung des Lagerraums als Verkaufsfläche, zum Beispiel vor Weihnachten oder Ostern, ermöglicht werden könne. Auch die Ausweisung eines Sondergebietes sei eine Möglichkeit. Dazu müssten aber entsprechende Beschlüsse auf den Weg gebracht werden.

Bürgermeister Heinz Kraschewski hat sich ebenfalls bereits mit dem Landkreis in Verbindung gesetzt und sieht Lösungsmöglichkeiten in einem gemeinsamen Gespräch vor Ort. „Wir, die Gemeinde und der Landkreis, wollen nicht, dass die ‚Posten-Börse’ im Auetal schließt.“ Allerdings dürfe man sich nicht im absolut rechtswidrigen Bereich bewegen. „Möglichkeiten des Entgegenkommens werden vom Landkreis gesucht und sicher auch gefunden“, zeigt sich der Bürgermeister zuversichtlich.

Kein Verständnis für Entscheidung des Kreises

„Wir reden eigentlich nur von einer Überschreitung der möglichen Verkaufsfläche um 75 Quadratmeter“, so Selter. Eine bauliche Veränderung sei nicht notwendig, die Brandschutzauflagen seien bereits erfüllt, und ein neuer Fluchtwegeplan liege bereits in der Schublade. „Der wäre ganz einfach umsetzbar“, so Selter, der nicht versteht, warum man der Expo Börse nicht entgegenkommt. „Wenn unser Geschäft am Stadtrand von Hannover wäre, könnte ich das zögerliche Verhalten verstehen, aber wir reden vom Auetal – und da gibt es nicht viele Nonfood-Nahversorger, für die wir mit einer Vergrößerung unserer Verkaufsfläche um 75 Quadratmeter eine größere Konkurrenz wären“, so Selter.

In der kommenden Woche sollen Gespräche mit allen Beteiligten stattfinden. la

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