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Auetal Brenntage im Auetal abschaffen oder nicht?
Schaumburg Auetal Brenntage im Auetal abschaffen oder nicht?
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06:18 25.03.2012
Wenn dieser Haufen Baumschnitt in einem Garten in Rolfshagen am Sonnabend angezündet wird, dann sind Beeinträchtigungen der Umwelt und der Nachbarschaft nicht zu verhindern. Aber wohin sonst mit den Gartenabfällen? Quelle: la
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Auetal (la)

 Das Feuer darf nicht mit Flüssigbrennstoffen oder Ähnlichem in Gang gesetzt werden. Es ist ständig unter Kontrolle zu halten. Gefahr bringender Funkenflug und erhebliche Rauchentwicklungen sind zu verhindern. Zur Feuerbekämpfung muss geeignetes Gerät zur Verfügung stehen, sodass das Feuer bei Gefahr unverzüglich gelöscht werden kann. Die Verbrennungsstelle darf nicht verlassen werden, bevor Feuer und Glut erloschen sind.

 Das Verbrennen sollte mit Rücksicht auf die Umwelt und die Nachbarschaft nur in Ausnahmefällen erfolgen.

 Genau das sind die Knackpunkte bei allen Diskussionen, die immer wieder über die Abschaffung der Brenntage geführt werden – die Nachbarschaft und die Umwelt. Siegbert Held von der Auetaler WGA möchte diese Diskussion wieder auffrischen.

 „Im Interesse der vielen Kleingärtner in unseren Dörfern müsste man sich für die Erhaltung der Brenntage einsetzen. Jeder, der einen Zier- oder Nutzgarten betreibt, schafft damit Lebensraum für Vögel, Kleingetier und Bodenfauna. Die Umsäumung eines Grundstücks mit Hecken, die regelmäßig geschnitten werden müssen, und der Besitz einer Obstbaumwiese leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Umwelt. Doch es fällt eben Strauchschnitt in nicht unerheblichem Maße an“, so Held. „Wohin damit?“

 Man könne es als Unterschlupf für Tiere am Grundstücksrand lagern oder es schreddern und als Bodendecker nutzen, doch dieses komme schnell an Kapazitätsgrenzen der Grundstücksbesitzer.

 Die Ablieferung der Grünabfälle ist im Auetal nicht möglich und wäre bei den 16 Ortsteilen und einem zentralen Platz in Rehren auch nicht von jedem zu leisten. Den Grünschnitt auf Meterenden zu schneiden und mit Wertmarken versehen an den Straßenrand zu legen, wird schnell zu teuer.

 „Es gibt aber auch viele Argumente gegen die Brenntage“, so Held. So musste ein Hausbesitzer im Herbst seinen Wintergarten nach einem Brenntag für 150 Euro reinigen lassen, weil er mit einer Ascheschicht bedeckt war. Ferner würden an diesen Wochenenden in großen Mengen Rauchgase freigesetzt.

 „Dies bedeutet nicht nur Geruchsbelästigung, sondern kann bei entsprechender Wetterlage auch zu Gesundheitsbeeinträchtigungen kommen. Ganz abgesehen von den schwarzen Schafen, die verbotenerweise andere Materialien auf diese Weise entsorgen“, sagt Held und schlägt vor: „Gesammelt auf einem zentralen Platz und dann geschreddert könnte man sogar Biogasanlage damit ,füttern‘. Damit würde die CO2-Bilanz dann sogar positiv ausfallen.“

 Ein Blick über die Landkreisgrenze nach Hameln zeigt, dass es noch anders geht. Dort werden Grünabfälle in geeigneten Behältern oder Strauch- und Baumschnitt gebündelt an die Straße gestellt und sogar kostenfrei abgeholt.

 Die WGA ruft zur Diskussion über das Thema auf. Auf ihrer Internetseite www.wgauetal.de, hat sie unter dem Punkt Aktuelles, ein Diskussionsforum zu diesem Thema eingerichtet.

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