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Bühne frei

Auetal / Anschaffung Bühne frei

Man könne die schöne Geschichte auch in einem Satz zusammenfassen: Damit die Zuhörer beim nächsten Konzert im Dorfgemeinschaftshaus Kathrinhagen die Musiker auch gut sehen können, haben anschließend alle Auetaler Vereine die Möglichkeit, sich eine neue Bühne auszuleihen.

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 Gabi Feldmann (links) und Inken Weber sind für das Bühnenbild zuständig, anschließend wird die Bühne abgebaut und eingelagert, jeder Verein kann sie sich dann ausleihen.

Quelle: rnk

Von Frank Westermann. Aber vielleicht doch besser der Reihe nach: Manfred Spenner verfügt über sogenannte Verfügungsmittel. Das ist ein eher niedriger dreistelliger Geldbetrag, den er in seiner Eigenschaft als Ortsvorsteher erhält und der sich nach der Anzahl der Ortsbewohner richtet. Spenner hat in den vergangenen Jahren diese Verfügungsmittel immer – nun ja – zur Verfügung gestellt: Er hat sie an die Jugendbereiche der Schützen, der Feuerwehr oder des SC Auetal weitergereicht.

 Nicht in diesem Jahr, denn dieses Mal sind die Älteren am Zug, meint Spenner – und bietet für Freitag, 15. November, ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftsraum einen Liederabend an: zweieinhalb bis drei Stunden, in denen vor allem bekannte und beliebte Weisen zu hören sind. Es sind alles Lieder, die getrost zu den deutschen Musikklassikern gezählt werden dürfen, wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Ein Heller und ein Batzen“. Auch die „Bergvagabunden“ sind dabei. Harald Schmidt und Detlef Kauhs werden als Duo unter dem Namen „HaDe“ aufspielen. Auch der Männergesangverein Barksen, der ja durchaus Verbindungen zu Kathrinhagen aufweist, wird auftreten. So weit, so schön.

 Aber Spenner hat sich dann im Dorfgemeinschaftshaus genau umgesehen und dabei festgestellt, das die Zuhörer in den mittleren und vor allem hinteren Reihen die Musiker wenig bis gar nicht sehen können. Helfen würde eine Bühne, befand der Ortsvorsteher, denn der Blick auf alles, der ist ja wichtig. Also hat er Mitglieder der Dorfgemeinschaft angesprochen. „Sicher“, haben sie geantwortet, „wir können dir eine Bühne bauen.“

 Gesagt, getan. Die Gemeinde hat noch Farben gekauft, denn aus den Reihen der Dorfgemeinschaft haben sich Inken Weber und Gabi Feldmann bereit erklärt, ihre Malkunst in den Dienst der guten Sache zu stellen: Eine Bühne ohne buntes Bild ist ja wie Winnetou ohne Old Shatterhand.

 Diese vierteilige Bühne kann ohne Probleme schnell abgebaut werden. Das wird nach dem Liederabend auch geschehen, sie wird eingelagert. Aber jeder Verein im Auetal, sagt Spenner, kann sie sich anschließend einfach ausleihen.

 Und mit Blick auf den Liederabend an sich verspricht Spenner: „Wenn das einschlägt, mache ich das jedes Jahr, solange ich noch Ortsvorsteher bin.“

 Natürlich ist der Liederabend nicht nur ein Angebot an alle Kathrinhäger, sondern an alle: „Es ist jeder willkommen, der Spaß an der Volksmusik hat.“ Der Eintritt ist frei.

 Und wer nicht mehr ganz so textsicher ist, wer sich nicht mehr ganz sicher ist, wie die zweite Strophe der berühmten Bergvagabunden denn nun genau lautet, der muss sich auch keine großen Gedanken machen oder gar nach seinem Fahrten-Liederbuch aus der Jugend suchen: Spenner wird die Texte fotokopieren und 50 Liederhefte verteilen.

 Einen Wermutstropfen gibt es auch: Der Klönabend am 16. November fällt aus, weil die Dorfgemeinschaft sich am Liederabend engagiert.

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