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Auetal Chaos auf Ausweichstrecken
Schaumburg Auetal Chaos auf Ausweichstrecken
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00:17 18.06.2017
Feuerwehrleute haben den schwer verletzten Lkw-Fahrer aus seinem völlig zerstörten Führerhaus befreit. Quelle: Feuerwehr
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Bernsen

Wie die Polizei mitteilte, war der 32 Jahre alte Mann mit seinem Sattelzug auf der Autobahn in Richtung Dortmund unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Rehren und Bad Eilsen Ost übersah er offenbar ein Stau-Ende, das sich aufgrund einer aktuellen Baustelle gebildet hatte. Trotz einer Gefahrenbremsung konnte der Lkw-Fahrer einen Zusammenstoß mit dem vor ihm stehenden Sattelzug eines 31-Jährigen nicht mehr verhindern. Der 32-Jährige wurde bei der Kollision im Führerhaus seines Lastwagens eingeklemmt. Die Feuerwehrleute aus Rehren-Westerwald, Kathrinhagen und Rolfshagen wurden zu dem Unfall alarmiert. Mithilfe von schwerem Gerät gelang es den Einsatzkräften, den schwer verletzten Trucker aus dem Wrack der Zugmaschine zu befreien. Ein Rettungswagen transportierte den Mann in eine Klinik.

Der Fahrer des vorderen Sattelzuges blieb dagegen unverletzt. An beiden Lastwagen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 75.000 Euro.

Über eine Stunde Verzögerung auf dem Auetal-Highway

Aufgrund von auslaufenden Betriebsstoffen und der Bergung beider Fahrzeuge wurden sowohl der Haupt- als auch der Mittelfahrstreifen bis zum frühen Nachmittag gesperrt. Auf den Umleitungsstrecken kam es zu erheblichen Staus. Auf dem „Auetal-Highway“ mussten die Autofahrer weit über eine Stunde Zeitverzögerung einplanen, denn der Rückstau reichte bis nach Poggenhagen. Der Verkehr wich auch über den Rohdener Pass nach Hessisch Oldendorf und vor dort über die B83 in Richtung Steinbergen aus. Andere Verkehrsteilnehmer fuhren über den Deckberger Pass.

Erschwerend kam hinzu: Durch die Großbaustelle in Steinbergen konnte der Verkehr weder an der B83 in Westendorf noch an der Kreuzung der L443 in Richtung Bundesstraße abfließen. Auf der B83 staute sich der Verkehr bis zum Schaumburger Sportplatz und im Auetal bis Poggenhagen.

Lkw-Fahrer blockieren alle Spuren

Verärgert waren die Feuerwehrleute. „Es wurde keine Rettungsgasse gebildet, als wir auf die Unfallstelle zufuhren. Stellenweise blockierten Lkw-Fahrer alle drei Spuren. So verlieren wir wertvolle Zeit, und es ist wirklich sehr anstrengend, wenn man sich mit einem Feuerwehrfahrzeug zwischen den Autos und Lkw durchschlängeln muss“, stellte Ralf Kopczinsky von der Rolfshäger Wehr fest. Er mahnte: „Jeder kann selbst einmal in der Situation sein, dass er schnell Hilfe benötigt. Das sollte niemand vergessen und sich entsprechend verhalten.“ la

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