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„Das wäre bürgerfreundlich“

Auetal „Das wäre bürgerfreundlich“

Nach dem Bürgermeistervotum, bei der aus Sicht der Wählergemeinschaft der richtige, nämlich „ihr“ Kandidat gewählt wurde, steht zwei Jahre vor dem Kommunalwahlen ein Ziel im Mittelpunkt: „Die dringend benötigte Verjüngung“, wie es Vorsitzender Siegbert Held formulierte. Dieser Prozess ist eingeleitet..

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„Wir haben keine andere Wahl“

Deutlich ablesbar: In Hameln-Pyrmont gelten andere Regeln und Preise beim Abfall als im Landkreis Schaumburg.

Quelle: pr.

Auetal.  Großen Raum nahm im Jahresrückblick von Held der Grünabfall ein: Die Brenntage sind abgeschafft, Ausnahmen würden restriktiv gehandhabt, was nun? Wer jetzt seinen Grünabfall entsorgen wolle, der können beim Landkreis anrufen, erhalte einen Termin innerhalb der nächsten vier Wochen („solange liegt da Zeug dann rum“), und müsse auch noch 60 Euro zahlen, während für den Sperrmüll nur 30 Euro, also die Hälfte anfielen. Held sah es so: „Man kann mir nicht vorrechnen, dass der Grünabfall doppelt so teuer ist wie der Sperrmüll, zumal sich beim Grünschnitt 95 Prozent schreddern und zu Kompost verarbeiten lassen.“

 Er verglich mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont, wo keine Grundgebühr erhoben werden und zudem der Grünabfall bis zu acht Mal im Jahr abgeholt werde; und zwar kostenlos. Für den Bioabfall-Behälter mit 80 Litern müssen man im Nachbarkreis 3,50 Euro monatlich zahlen, in Schaumburg sind es 3,78 Euro. Sperrmüll ist in Hameln-Pyrmont kostenlos, solange sich der Müll in haushaltsüblichen Mnegen bewegt. Held rechnete vor: In Hameln-Pyrmont würden an Kosten für einen Zwei-Personen-Haushalt mit jeweils zweimal Grünmüll- und Sperrmüllabfuhr, mit Papier- und Biotonne und 15 Restmüllleerungen rund 163 Euro anfallen, im Landkreis Schaumburg seien es 250 Euro und 56 Cent – bei jeweils einer Grünmüll- und Sperrmüllabfuhr.

 60 Euro für den Grünabfall, das sei eine eindeutige Botschaft des Landkreises an die Schaumburger Bürger, meinte Held, es sei diese Botschaft: „Das will ich nicht abholen.“ Anders könne er diese 60 Euro nicht werten.

 Zudem werde der Landkreis zum Jahre 2015 die Gebühren erhöhen. Diese Erhöhung finde statt, um den Bereich Müll kostendeckend zu betreiben. Die AWS gehe von Kosten von 200000 Euro für den anfallenden Grünabfall aus, so Held; das seien aber Zahlen, die keineswegs gesichert seien. Daher plädiere er für eine bürgerfreundlich Lösung, bis 2018 die nächste dreijährige Müllperiode komme: Dann habe man auch gesicherte Zahlen.

 Held verwies auf 68000 Euro Mehreinnahmen, die man erzielen würde, wenn die Bio-Tonnen „gerundet“ werde, die kleine Tonne beispielsweise von 3,78 auf 3,80 Euro. Das genau sei der Ansatz der WGA: Die Bio-Tonne runden und jeder Gemeinde zwei Termine im Jahr zuteilen (ähnlich wie bei den Brenntagen), wo dann der zu diesem Termin an die Straße gelegte Grünabfall kostenlos abgeholt wird. Nach zwei Jahren hätte man gesicherte Erkenntnis über den Grünanfall von „Grün“ und könnte mit genauen in die Kalkulation gehen, meinte Held: „Das wäre bürgerfreundlich.“

 Alexander Schmidt wurde einstimmig zum zweiten Vorsitzenden gewählt, der bisherige Amtsinhaber Jürgen Menke verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Schmidt wohnt seit fünf Jahren im Auetal, er ist 33 Jahre alt und Berufsschullehrer. In der Wählergemeinschaft engagiert er sich seit gut einem Jahr: „Ich hab e die Zeit und auch die Motivation“, erklärte der gebürtige Mindener. rnk

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