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Die Obersburg liegt weiter im Dornröschenschlaf

Baustopp beim Baron Die Obersburg liegt weiter im Dornröschenschlaf

Vor einem Jahr hat der Besitzer der Obersburg Pläne für eine Spezialklinik enthüllt. Getan hat sich bis heute nichts.

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Stillstand bei der Obersburg.

Quelle: jak

Rehren. Es waren große Pläne, die Joachim-Christian Baron von Behr-Baerswald Anfang vorigen Jahres dieser Zeitung vorstellte. Geworden ist daraus bis heute nichts. „Wir verschieben die Obersburg von Jahr zu Jahr, eigentlich sollte da schon lange etwas gemacht werden“, sagte von Behr-Baerswald damals. Für eine nicht näher bezeichnete Krankheit, mit nicht näher genannten Behandlungen wollte der Baron in der Obersburg eine Spezialklinik errichten.

Damals betonte er, mit den Plänen schon über die reine Theoriephase hinaus zu sein: Im Frühjahr (vergangenen Jahres) solle mit dem Bau begonnen werden. Ende letzten Jahres sollten die Wohnungen des Schwesternheims wieder bezugsfertig sein.

Die neun Wohnungen des Schwesternheims wollte Joachim-Christian Baron von Behr-Baerswald erhalten. „Für diese gibt es Bedarf“, betonte er. Im damaligen Zustand seien sie aber „nicht mehr haltbar“. Tatsächlich wird die Situation in der ehemaligen Geburtshilfeklinik mit der malerischen Lage am Hang nicht besser.

Schon vor einem Jahr beklagte der Besitzer die teilweise undichten Dächer, die unzureichende Isolierung der Wände, die mittlerweile unbrauchbaren Fenster. Einige Instandhaltungsarbeiten haben in der Zwischenzeit wohl stattgefunden, berichtet Achim Bleck, dessen Haus direkt auf dem Gelände der ehemaligen Obersburg steht.

Im Februar dieses Jahres seien Handwerker vor Ort gewesen, um im Schwesternhaus das Dach mit Teerpappe neu zu versiegeln. Eine dringend notwendige Maßnahme, wie Bleck aus Erzählungen seiner Tochter weiß, die als letzte Mieterin einer Wohnung des Schwesternhauses 2010 ausgezogen war. „Stellenweise musste sie Schälchen aufstellen, um das tropfende Wasser aufzufangen.“

Heute sei die Obersburg komplett lahmgelegt, berichtet der Anwohner, kein Strom, keine Heizung, auch das Wasser wurde nach einem Rohrbruch abgestellt. „Man kann nicht sagen, dass er sich um das Objekt kümmert“, bedauert Bleck, der vor zwei Jahren zuletzt Kontakt mit dem Baron von Behr-Baerswald hatte. Sämtliche Versuche der Redaktion, den Baron im vergangenen Jahr, und insbesondere in den letzten Wochen zu erreichen, liefen ins Leere.

Zwar kündigten Mitarbeiterinnen der Firma „Immobilien von Behr“ mehrmals einen Rückruf an, trotz zahlreicher Versuche in den vergangenen Wochen ließen sich aber keine Informationen über den aktuellen Stand der Entwicklungen vom Eigentümer einholen.

Auch zur Gemeinde Auetal hat der Eigentümer, der die Obersburg vor mehr als zehn Jahren erworben hat, keinen Kontakt aufgenommen, bestätigt Heinz Kraschewski. Der Bürgermeister hat sich vor einigen Wochen erst selbst ein Bild der Lage gemacht, aber eigene Pläne, oder gar einen Investor habe die Gemeinde nicht. „Das ist eine Millioneninvestition“, sagt Kraschewski, „das übersteigt unsere finanziellen Möglichkeiten bei Weitem.“

Vor einem Jahr hat Joachim-Christian Baron von Behr-Baerswald weitere Verspätungen an der Obersburg noch ausgeschlossen. Mit Blick auf den fortschreitenden Verfall der Bausubstanz erklärte er damals: „Sonst brauchen wir nicht mehr anfangen, jetzt verfällt ja alles.“ jak

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