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Die Zukunft hat ihren Preis

Neue Technologien im Klassenzimmer Die Zukunft hat ihren Preis

In der ersten Klasse aus dem vierten Jahrgang an der Grundschule hat die Zukunft begonnen. Vorbei die Zeiten, als der Lehrer mit Kreide an die Tafel schrieb, was die Schüler sich für den Weg ins Leben abschreiben und merken sollten – und es dann mit einem Schwamm wieder von der Tafel wegwischen konnte. Heute steht der Lehrer vor einem riesigen Computer, einem sogenannten Board.

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So geht Grundschulunterricht heute: Board statt Tafel.

Quelle: rnk

Von Frank Westermann Rehren. Er tippt hier und da, dann ploppen die entsprechenden Felder auf, und wenn die Schrift größer oder kleiner werden soll, dann reicht eine Handbewegung. Jörg Freyer stellt den Mitgliedern des Schulausschusses das Wundergerät kurz vor. Alles ist möglich, alles geht schnell, sagt Freyer, und demonstriert noch diese und jene Fähigkeit. Und nach zehn Minuten würde man sich als neutraler Zuschauer nicht einmal groß wundern, wenn der riesige Computer den Schülern auch noch Bio-Brötchen schmieren und reichen würde.

Natürlich hat die Zukunft ihren Preis: Fast 5000 Euro kostet ein Bord. Und die Grundschule möchte drei weitere ankaufen, damit alle vierten Klassen damit arbeiten können. Mittelfristig soll jede Klasse ein Bord erhalten. Widerstand aus der Verwaltung gibt es nicht, „die Zeit der Kreidetafel ist vorbei“, sagt Ordnungsamtsleiter Olaf Humke.

Dementsprechend kämen bei drei weiteren Boards auf Politik und Verwaltung 15000 Euro an Kosten zu, denn die Gemeinde ist als Schulträger zuständig für die Ausstattung der Grundschule. Weil eine derartige Investition gut überlegt sein will, gab es Ende November eine Beratung zu den Boards, an der Medienvertreter des Landkreises, Schulmitarbeiter und Verwaltungsfachleute teilnahmen.

Vorgeschlagen wurde als Alternative die Ausstattung mit einem interaktiven Beamer, der ein Bild auf ein spezielles Board projiziert. Mit dieser Alternative könnten die Kosten nach Aussage des Landkreis-Medienvertreters um 30 bis 40 Prozent reduziert werden.

Freyer machte kein Hehl aus seiner Überzeugung, dass der Landkreis-Vorschlag keine Alternative sei, weil durch zusätzliche Kosten der Preis ungefähr auf die gleiche Höhe des schon angekauften Boards getrieben würde.

Wie sich im Lauf der Diskussion herausstellte, sind die Boards an vielen Grundschulen bereits Standard, in Rinteln, so erklärte Schulleiter Carl Gundlach, habe jede erste Klasse so ein Wunderteil. Das sah Humke ähnlich: „Die Grundschulen rüsten auf.“ Die Frage, warum denn die weiterführenden Schulen diese Boards nicht hätten, entlockte Humke bestenfalls ein müdes Lächeln: „Der Landkreis hat doch keine 5000 Euro für jede Klasse.“

Stefan Vollmer machte als beratendes Mitglied Nägel mit Köpfen: Also haben die Schüler aus dem Auetal einen großen Vorteil, wenn sie mit den Boards lernen. Daher, so Vollmer weiter, könne man sich doch von einem Vertreter der Firma, die diese Boards herstellt, das Gerät mit all seinen Möglichkeiten vorführen lassen. Heiner Thies (SPD) fand das sofort eine gute Idee. Nun soll das Thema in den Fraktionen beraten werden.

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