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„Die, die da sind, die haben Spaß“

Rehrener Jugendzentrum bekommt Spende „Die, die da sind, die haben Spaß“

Einen edlen Spender hat bekanntlich jeder gern, und so recken sich Friedrich Gärling im Jugendzentrum (Juz) in Rehren auch schnell ein paar Kinderhände entgegen.

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Friedrich Gärling und drei Besucher, die er mit Geschenken richtig glücklich macht: Eni, Anna und noch einmal Anna (von links).

Rehren. Die Geschenke , die er mitbringt, sollen ausprobiert werden – sofort. Gärling hat eine Wii-Konsole mitgebracht, dazu zwei Spiele. Das Besondere: Sie können mit bis zu vier Jugendlichen gespielt werden. Finanziert wird das Geschenk aus „Zinserträgen der Gewinnspargemeinschaft“, erklärt der Filialleiter der Volksbank Obernkirchen.

 Belohnt wird Gärling mit einem Rundgang durch das Jugendzentrum. Was sofort auffällt: Es ist deutlich voller als noch vor einem Jahr, und die Mädchen sind in der Überzahl.

 Jugendpflegerin Anne Petersen bestätigt den Eindruck: „Ja, es sind mehr Kinder als im letzten Jahr, das Projekt ist erfolgreich.“ Sie war es, die vor drei Jahren Rat und Politik ein Konzept vorlegte, das direkt an die Ganztagsschule anknüpfte: Von dort wurden die Kinder ins Juz gefahren, um sich mal anzuschauen, was es an Angeboten gibt. Manche kamen wieder – und erzählten Freunden davon oder brachten sie gleich mit.

 „Natürlich wird nicht jedes Angebot gleich gut angenommen“, sagt Petersen. Jeder mache, worauf er Lust habe, und nicht jeder wolle in der Küche stehen und Kekse backen, „aber die, die da sind, die haben Spaß“. Und wenn einer drei Wochen mal nicht kommt, weil er keinen Bock hat, „dann ist das ebenso“, meint die Jugendpflegerin.

 Anschließend stellt Petersen zwei Jugendliche vor, die sie als feste freie Mitarbeiterinnen bezeichnet: Helen McGinty (19) und Benita Klein (17). 200 Leistungsstunden muss Klein nachweisen, wenn sie in den nächsten beiden Jahren als Au-pair-Mädchen im Ausland arbeiten möchte. Bei drei jüngeren Geschwistern ist der richtige Umgang mit kleineren Kindern für sie überhaupt kein Problem.

 Auch McGinty sagt, sie habe sich schon immer ehrenamtlich engagieren wollen. „Da bietet sich das Jugendzentrum einfach an.“ Sie möchte ebenfalls als Au-pair-Mädchen ins Ausland, nach Spanien, denn Engelisch beherrscht sie von Haus aus. „Ich arbeite gerne mit Kindern.“

 Es gibt wenige Menschen, die sich engagieren wollen, meint Petersen, denn das Ehrenamt bedeute viel Arbeit und koste Zeit. Was die Jugendpflegerin Klein und McGinty gibt und was sie von ihnen fordert, kann in einem Wort beschrieben werden: Eigenverantwortung. „Die beiden sollen einen guten Draht zu den Mädels entwickeln.“

 2015 war auch für Petersen ein besonderes Jahr, weil das Weltgeschehen das Auetal erreichte. Im Juz gibt es jetzt Deutschkurse, elf Leute werden unterrichtet, und Petersen bezeichnet sie als „wissbegierig“. Viele würden gut Englisch sprechen, „sie geben sich viel Mühe und sind dankbar“. In Poggenhagen sind acht unbegleitete Flüchtlinge untergebracht, auch dort hat sie sich mit ihrem Angebot vorgestellt. Und in Rolfshagen hat sie die dort lebenden beiden Afghanen und die beiden Syrer ins örtliche Jugendzentrum eingeladen. „Sie waren total offen.“ rnk

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